Schwesterkritik

Wie kann man seiner Schwester respektvoll mitteilen, dass ihr Kochstil einem nicht zusagt?

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Das Kochen gehört zu den Dingen die Menschen seit jeher verbinden – oder auseinanderbringen können. Wie also teilt man seiner Schwester mit, dass ihr Essen nicht den eigenen Geschmack trifft? Es erfordert Fingerspitzengefühl um nicht auf ihre Gefühle zu treten. Geschmack ist subjektiv. Wir alle wissen das. Jedoch möchten wir nicht unhöflich erscheinen sondern vielmehr respektvoll und einfühlsam handeln.


Ein Ansatz könnte sein, gemeinsam einen Kochkurs zu besuchen. Daraus erwächst sowie die Möglichkeit neue Rezepte zu lernen als ebenfalls sich gegenseitig Tipps zu geben. Die Atmosphäre ist dabei entspannt und kreative Ideen können fließen. Solch ein gemeinsames Erlebnis könnte zudem eine wertvolle Zeit für das Geschwisterpaar sein. Denn in der Küche, da wird nicht nur gekocht – da wird auch gelacht und geplaudert.


Es ist auch zu bedenken, dass die Organisation in ihren eigenen vier Wänden ihre Sache ist. Man sollte darauf achten – dass es keine Anzeichen von Vernachlässigung gibt. Jeder hat seine eigenen Stärken. In der Küche da hat niemand das alleinige Sagen. Vielleicht kocht sie ja aus einer anderen Tradition heraus. Neue Einflüsse können bereichernd sein. Und auch wenn man selbst eine andere Vorliebe hat – geschmacklich – ist es wichtig, das Verständnis nicht zu verlieren. Akzeptanz bedeutet – Unterschiede zu feiern.


Eine gravierende Diskussion um das kulinarische Talent der Schwester sollte man vermeiden. Die Kinder und der Ehemann haben das Recht ´ offen zu kommunizieren ` was ihnen nicht behagt. Doch » und da liegt der Knackpunkt des Ganzen « auf die eigene Familie sollte nicht zu viel Einfluss genommen werden. Weniger kritisieren ´ vielmehr wertschätzen ` sollte das Motto sein. Bevor es zu Missverständnissen kommt tritt der Respekt in den Vordergrund. Respekt – das zieht sich wie ein roter Faden durch die Kommunikation.


Die eigene Freude am Miteinander sollten wir in den Vordergrund stellen, anstatt sich über das Essen zu beschweren. Denn letztendlich ist es der gemeinsame Moment der zählt – der nicht gekocht werden kann. Diplomatie in der Familie ist wichtig. Es bringt Harmonie und Verständnis. Und wenn man dazu übergeht, gemeinsam in der Küche anzupacken, dann entsteht letztlich etwas viel Wertvolleres – eine Erinnerung die bleibt.