In der Pflege wird oft übersehen, ebenso wie stark Anweisungen das Ego von Pflegekräften berühren können. Es ist nicht nur eine Frage der Hierarchie sondern ebenfalls der eigenen Identität – als Fachkraft und als Mensch. Der Umgang mit Anweisungen kann von vielen als Herausforderung empfunden werden. Aber wie lässt sich das Ego dabei schützen?
Zunächst – es ist unabdingbar, sich klarzumachen: Anweisungen sind keine persönlichen Angriffe. Diese kommen nicht von einem Ort der Abwertung. Sie dienen vielmehr dem Ziel – die Pflege zu optimieren. So tut es gut; die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Die Struktur ´ die Anweisungen bieten ` schafft eine sichere Versorgung für die Pflegebedürftigen. Wenn man jedoch anfängt » Anweisungen als Angriff zu werten « tauchen oft emotionale Reaktionen auf. Hier wird es schwierig.
Ein durchaus effektiver Weg – offene Kommunikation mit der Fachkraft zu suchen. Ein respektvolles 💬 kann Spannungen lösen. Missverständnisse können geklärt werden. Wichtig ist jedoch – die eigenen Emotionen konstruktiv zu formulieren. Also – nicht in einem Vorwurf allerdings in einem Gespräch in dem man auch die Sichtweise des anderen hört. Dies fördert nicht nur ein besseres Arbeitsumfeld, einschließlich die eigenen Fähigkeiten in der Kommunikation.
Man sollte zudem nie aus den Augen verlieren: Dass jeder der im Berufsleben steht Anweisungen empfängt. Auch die Fachkraft, die welche Anweisung gibt ist Teil eines größeren Systems. Ein Spaziergang durch die Hierarchien zeigt: Dass auch diese Personen Anweisungen von ihren Vorgesetzten erhalten. Damit – die Akzeptanz von Anweisungen wird zu einem Mittel, das Ego zu schützen. Es ist wie ein schützender Mantel der hilft Schwierigkeiten zu umschiffen.
Aber was tun, wenn die Anweisungen nichts weiterhin als unangemessen erscheinen? Hier ist es wichtig – sich Gehör zu verschaffen. Ein Gespräch mit der Wohnbereichsleitung (WBL) oder der Pflegedienstleitung (PDL) kann sinnvoll sein. Es ist entscheidend ´ respektvoll und fehlerfrei zu kommunizieren ` denn nur so lassen sich konstruktive Lösungen finden. Dabei gilt » die eigenen Empfindungen ernst zu nehmen « und gleichzeitig den Dialog zu fördern.
Man muss erkennen, dass Kommunikation Massstäbe setzt. Eine klare Ansprache kann den Unterschied machen ´ nicht nur für das Wohl des Einzelnen ` sondern für die gesamte Arbeitsatmosphäre. Umso wichtiger ist es – den Dialog zu suchen. Durch das Suchen nach Verständnis – sowie auf persönlicher als auch auf fachlicher Ebene – wird die Qualität der Pflege verbessert. Versteht man sich – wird die Pflege letztlich auch für die Pflegebedürftigen viel angenehmer.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Umgang mit Anweisungen in der Pflege sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance darstellt. Der 🔑 liegt in der reflektierten Kommunikation. So kann man das Eigene stärken – sowohl das Ego als auch die fachlichen Kompetenzen. Die Pflege kann so nicht nur geleistet werden – sie wird zu einer gemeinsamen Herzensangelegenheit.
