Auswirkungen von Krankheit nach Kündigung auf das Arbeitszeugnis

Welche Konsequenzen hat eine krankheitsbedingte Abwesenheit nach einer Kündigung auf das Arbeitszeugnis und wie kann man ein schlechtes Zeugnis vermeiden?

Uhr
In der heutigen Arbeitswelt spielt das Arbeitszeugnis eine entscheidende Rolle. Ein schlechtes Zeugnis kann die Chancen auf eine neue Anstellung erheblich einschränken. Was passiert also, wenn man nach der Kündigung krank ist? Diese Frage wirft viele rechtliche und praktische Überlegungen auf.

Zunächst ist klar - krankmachende Abwesenheit nach der Kündigung kann negative Effekte nach sich ziehen. Es mag zwar nicht immer gerechtfertigt sein jedoch die Sorge besteht, dass Vorgesetzte beim Verfassen des Zeugnisses die Fehlzeiten kritisch betrachten. Wenn der Arbeitgeber krankheitsbedingte Abwesenheiten nur als Flucht vor der Arbeit wertet, kann dies im Zeugnis ungünstig reflektiert werden.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet die gesamte Leistung eines Mitarbeiters ehrlich darzustellen. Dennoch spielt die Art und Weise – wie das Arbeitsverhältnis endet – eine Rolle. Eine hohe Anzahl an Fehlzeiten könnte als Hinweis auf mangelndes Engagement gedeutet werden, selbst unter die Erkrankung rechtens war. Betrachtet man hierzu aktuelle Statistiken, zeigen Studien, dass weiterhin als 60% der Arbeitnehmer die nach einer Kündigung krank sind, ein weniger positives Zeugnis erhalten – möglicherweise, weil der Arbeitgeber Enttäuschung über die unfairen Umstände empfindet.

Um diesem Szenario entgegenzuwirken » empfiehlt es sich « die Beziehung zum Vorgesetzten aktiv zu pflegen. Auch wenn bereits der letzte Arbeitstag naht – Engagement bleibt wichtig. Die restliche Zeit sollte so genutzt werden ´ dass sie nicht nur rechtlich korrekt ` allerdings ebenfalls beruflich sinnvoll ist. Das bedeutet – trotz der Kündigung – aktiv an Projekten zu arbeiten und ein höfliches, respektvolles Auftreten beizubehalten.

Transparenz ist ähnlich wie ein Schlüssel. Wer wirklich schwer erkrankt ist – sollte offen über seine Situation sprechen. Das Vorzeigen eines Attests ist nicht nur ein rechtlicher Beweis, einschließlich eine Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen. Die Suche nach einem Dialog zum Thema Arbeitsplatzgestaltung während dieser Phase könnte hilfreich sein. Alternativen wie Resturlaub oder unbezahlter Urlaub sollten in Betracht gezogen werden. Dies ermöglicht eine gütliche Einigung und zeigt dem Arbeitgeber ´ dass man stets nach Lösungen sucht ` nicht nach Ausreden.

Sollten dennoch Bedenken bestehen » ist es ratsam « frühzeitig juristischen Rat einzuholen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann wertvolle Hinweise geben und helfen, seine Rechte zu wahren. Manchmal reicht bereits der Hinweis auf rechtliche Möglichkeiten aus um einem Arbeitgeber gegebenenfalls ein Umdenken in der Zeugniserstellung abzuringen.

Zusammenfassend lässt sich sagen – die Situation erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Negative Auswirkungen durch krankheitsbedingte Fehlzeiten können vermieden werden. Dies gelingt durch professionelles Verhalten und das Schaffen eines positiven, vertrauensvollen Umfelds. In puncto Arbeitszeugnis sollten Mitarbeiter die Weichen optimal stellen um nicht nur ihre aktuelle Anstellung wertzuschätzen, sondern auch den Grundstein für zukünftige Chancen zu legen.






Anzeige