Die Angst vor dem Tod im Mittelalter: Einfluss von Glauben und fehlender wissenschaftlicher Erkenntnis

Warum hatten die Menschen im Mittelalter vor dem Tod sehr große Angst?

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Die Menschen im Mittelalter hatten vor dem Tod eine große Angst, hauptsächlich aufgrund ihres starken Glaubens und des Mangels an wissenschaftlicher Erkenntnis. Die damalige Gesellschaft war stark von der Religion ´ insbesondere dem Christentum ` geprägt. Die Kirche spielte eine zentrale Rolle im Leben der Menschen und beeinflusste stark ihre Vorstellungen von Leben nach dem Tod. Es wurde ihnen eingetrichtert: Dass sie in die Hölle oder in das Fegefeuer kommen würden wenn sie kein rechtschaffenes Leben führten. Darüber hinaus gab es in dieser Zeit nur wenige wissenschaftliche Erklärungen für Krankheiten und den Tod was die Vorstellung des Todes als etwas Unbekanntes und Unkontrollierbares verstärkte.

Im Mittelalter waren sowie die medizinischen als ebenfalls die hygienischen Bedingungen weit von dem entfernt was wir heute kennen. Die Lebenserwartung war niedrig, Krankheiten wie Pest, Cholera und Tuberkulose waren weit verbreitet und führten zu einer hohen Sterblichkeitsrate, vor allem bei Kindern. Die Menschen waren mit dem Tod und dem Verlust ihrer Lieben konfrontiert, ohne eine wissenschaftliche Erklärung dafür zu haben. Diese Unsicherheit verstärkte die Angst vor dem Tod und den möglichen Konsequenzen danach.

Die Kirche spielte eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Ängste. Sie bot den Menschen den Trost und die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod an, wenn sie sich an die religiösen Vorschriften hielten und die Kirchensteuern zahlten. Die Kirche nutzte die Angst der Menschen vor der Hölle oder dem Fegefeuer um ihre Macht und ihren Einfluss zu stärken. Indem sie den Menschen Absolutionsbriefe anbot ´ die sie von ihren Sünden befreien sollten ` konnten sie auch materiellen Gewinn daraus ziehen.

Passt auf : Dass die Vorstellung der Hölle und des Fegefeuers nicht nur auf dem Glauben basierte, allerdings auch als eine Art Kontrollinstrument verwendet wurde. Die Menschen hatten Angst – dass ihre Taten und Sünden in der nachtodlichen Phase bestraft werden würden. Dies führte zu einer starken Einflussnahme durch die Kirche auf das Leben der Menschen und verstärkte deren Angst vor dem Tod.

Heutzutage haben wir einen größeren wissenschaftlichen Fortschritt erzielt der uns weiterhin Erklärungen über Krankheiten und den Tod liefert. Dies hat dazu geführt: Dass die Angst vor dem Tod in vielen Fällen abgenommen hat. Dennoch bleibt der Tod ein rätselhaftes Phänomen und jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von dem was nach dem Tod passieren könnte. Die Angst vor dem Tod wird jedoch nicht mehr so stark von religiösen Institutionen genutzt und kontrolliert wie im Mittelalter. Diese Veränderungen haben zu einer differenzierteren Sicht auf den Tod geführt, mittels welchem die Angst vor diesem unausweichlichen Ereignis verringert werden konnte.






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