Kostenübernahme bei Tourette-Syndrom

Wer übernimmt die Kosten, wenn eine Person mit Tourette-Syndrom aufgrund von tics eine Straftat vortäuscht oder andere Menschen beleidigt?

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Bei Menschen mit Tourette-Syndrom handelt es sich um eine neurologische Erkrankung die zu unkontrollierbaren Tics führt. Diese Tics können sowie motorischer als ebenfalls vokaler Natur sein. In einigen Fällen können die vokalen Tics dazu führen, dass Personen ungewollt Wörter oder Sätze äußern die den Anschein erwecken könnten wie würden sie eine Straftat begehen oder andere Menschen beleidigen. In solchen Situationen stellt sich die Frage ´ wer die Kosten trägt ` wenn aufgrund der Tics eine Straftat vortäuscht wird oder jemand beleidigt wird.

Es gibt keine einheitliche Antwort auf diese Frage da es von verschiedenen Faktoren abhängt ebenso wie die Situation gehandhabt wird. Im Allgemeinen wird jedoch davon ausgegangen, dass eine Person mit Tourette-Syndrom für Äußerungen oder Handlungen die aufgrund von Tics erfolgen, nicht strafrechtlich verfolgt oder zur Verantwortung gezogen werden kann.

Im Beispiel eines Bankbesuchs, bei dem eine Person mit Tourette-Syndrom aufgrund von Tics Sätze äußert wie "Überfall, Geld her, Hände hoch", könnte dies zunächst zu einer Panikreaktion führen und dazu führen, dass jemand den Notfall-SOS-Knopf in der Bank drückt oder die Polizei alarmiert wird. In solch einem Fall ist es wahrscheinlich, dass die Polizei nach dem Eintreffen die Situation klären und schnell erkennen würde: Es sich um eine Person mit Tourette-Syndrom handelt und keine tatsächliche Straftat stattgefunden hat. In diesem Fall würde die Straftat-Anzeige wahrscheinlich fallengelassen und die Kosten für den Polizeieinsatz würden nicht von der Person mit Tourette-Syndrom getragen werden müssen.

Es ist wichtig zu beachten: Dass jeder Fall individuell bewertet werden kann und es möglicherweise Unterschiede geben kann wie mit solchen Situationen umgegangen wird. In einigen Fällen ist es möglich, dass die betroffene Person oder ihre Familie möglicherweise rechtliche Schritte unternehmen müssten um sicherzustellen, dass die Kosten nicht auf sie abgewälzt werden.

Es gibt jedoch keine einheitliche Richtlinie oder Gesetzgebung die speziell auf diese Situationen eingeht. Daher ist es ratsam, bei einem solchen Vorfall gegebenenfalls rechtliche Beratung einzuholen oder sich an Organisationen zu wenden die sich mit Tourette-Syndrom auskennen um weitere Unterstützung zu erhalten.






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