Warum ist der direkte Augenkontakt mit Hunden problematisch?

Warum sollte man Hunden nicht direkt in die Augen schauen?

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Die meisten Menschen wissen wohl, dass die Körpersprache von Hunden eine bedeutende Rolle im Zusammenleben mit diesen Tieren spielt. Es besteht jedoch ein Missverständnis über den Augenkontakt. Der Augenkontakt zwischen Mensch und Hund 🐕 ist nicht immer unproblematisch. Hunde interpretieren direkte Starren als eine Herausforderung oder sogar als Drohung – das ist evolutionär bedingt. In der tierischen Welt wird das direkte Anstarren oft als ein Signal für Macht und Dominanz verstanden. Wenn dein Hund dir direkt in die Augen schaut ´ bedeutet das nicht automatisch ` dass er dich über alles liebt. Er könnte ähnlich wie denken, dass er mit dir um die Dominanz konkurriert – eine Vorstellung die nicht gerade förderlich für die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist.


Die Zweifel über Augenkontakt kommen nicht von Ungefähr. Als die Vorfahren unserer heutigen Hunde – die Wölfe – auf Jagd waren, bedeutete der Blickkontakt oft einen Machtkampf. Ein wolfstier der starrte, signalisierte „Ich bin hier der Boss“ – oft ein Grund für den unterlegenen Wolf, das Weite zu suchen. Der Augenkontakt kann angespannt sein. Ein Hund der sich unterlegen fühlt, wird die Augen abwenden – es ist ein Zeichen von Respekt oder Unterwerfung. Wenn du ihm jedoch direkt in die Augen schaust könnte er das als eine Form der Bedrohung ansehen.


Manche Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf einen direkten Blick. Einige bleiben gelassen – während andere verunsichert sind. Bei deinem eigenen Hund ´ wenn er dich kennt ` wird sich dies in einem anderen Licht zeigen. Ein Hund der sich wohlfühlt und zu seinem Menschen gehört, kann Augenkontakt als eine Form der Interaktion genießen. Aber Achtsamkeit ist wichtig. Sei dir darüber bewusst: Dass nicht jeder Hund auf einen solchen Kontakt positiv reagiert. Die Körpersprache wird oft von den sogenannten Calming Signals begleitet, zu Deutsch "Beschwichtigungssignale". Diese signalisieren – dass der Hund nicht in einer bedrohlichen Situation ist.


Sei deshalb vorsichtig mit deinem Blick. Augenkontakt in ruhigen und sicheren Momenten kann als liebevoller Kontakt verstanden werden. Es ist aber klüger wenn du deinem Hund zunächst nicht direkt in die Augen blickst insbesondere wenn du ihn nicht gut kennst. Ist das Tier unruhig oder wirkt verängstigt ´ ist es besser ` den Blick abzuwenden und dem Hund Raum zu geben.


Das Wissen um diese feinen Nuancen in der Kommunikation ist entscheidend. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und die Beziehung zu ihm ist einzigartig – also höre auf die Signale. Indem du auf die Körpersprache achtest und das Verhalten deines Hundes verstehst, verstärkst du die Bindung zu deinem vierbeinigen Freund. Kommunikation erfolgt auf verschiedene Arten und der Augenkontakt kann eine Herausforderung sein oder eine Quelle der Zuneigung. Du musst die Grenzen und Vorlieben deines Hundes kennen um Missverständnisse zu vermeiden.