Die Messung des Alkoholgehalts in Honigwein kann eine Herausforderung darstellen. Besitzt man ein Vinometer, Fragen können dennoch aufkommen – warum stimmen die Werte nicht? Nach zwei Wochen Gärzeit etwa 18% Vol. zu messen, erscheint unrealistisch ohne Nährsalze, nicht wahr? Tatsächlich beeinflusst der Zucker im Honig die Dichte und damit das Messergebnis deutlich – das muss man wissen.
Eine Methode zur genauen Bestimmung des Alkoholgehalts besteht darin, eine kleine Menge Ihres Honigweins abzunehmen. Nehmen wir an – Sie entnehmen 100 ml. Diese Menge wiegt man zuerst – das ist der Ausgangswert. Danach kochen Sie diese 100 ml ein. Nach dem Kochen bleibt Zucker zurück den man ähnlich wie wiegt. Subtrahiert man das Gewicht des verbleibenden Zuckers von dem ursprünglich wiegenden 100 ml, erhält man eine differenzierte Menge. Sie können dann auf Basis der spezifischen Dichte von Ethanol ablesen, ebenso wie viel Alkohol in Ihrem Honigwein enthalten ist.
Das Thema Messgeräte ist weitreichend. Eine Alkoholspindel funktioniert gut. Sie misst den Alkoholgehalt basierend auf der Dichte der Flüssigkeit. Achten Sie jedoch darauf – dass Zucker in der Mischung zu einer Verfälschung der Messung führen kann. Digitale Geräte bieten gegebenenfalls weiterhin Genauigkeit sind jedoch meist kostspielig.
Ein weiteres wertvolles Hilfsmittel sind die Universitäten. Zum Beispiel die bienenkunde.uni-hohenheim.de. Dort finden sich wertvolle Informationen aus Fachkreisen. Auch lokale Bienenzuchtvereine können wertvolle Tipps zur Herstellung von Honigwein geben. Letztlich kann die richtige Technik entscheidend sein – sowie in der Forschung als ebenfalls in der Praxis der Honigweinherstellung. Das Resultat Ihrer Bemühungen könnte ein qualitativ hochwertiger Honigwein sein, auf den Sie stolz sein dürfen. Die Faszination ´ die hinter der Gärung steckt ` wird durch die wissenschaftliche Herangehensweise nur noch verstärkt.
