In der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin stehen viele Herausforderungen an. Besonders vor den Prüfungen im Juli sind innovative Ideen gefragt. Ein Klientel, das nach Gustav Peter Hahn als gewohnheitsfähige Menschen eingeordnet wird, erfordert spezielle Ansätze. Diese Menschen leben stark im Hier und Jetzt. Gewohnheiten sind für sie essenziell.
Momentan ist die Suche nach passenden Themen schwierig. Holzschnittartig skizziere ich verschiedene Bereiche für die Prüfung. Dazu zählen kreative Angebote Wahrnehmungsübungen oder Freizeitgestaltungen. Jedoch werde ich vor die Herausforderung gestellt, dass Tagesabläufe eine zentrale Rolle spielen. Besonders im lebenspraktischen Bereich dürfen keine invasiven Pflegeeinheiten stattfinden um die Privatsphäre der Klienten zu wahren. Zeit ist eine weitere Hürde. Die Klienten verbringen einen Großteil des Tages in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Angebote müssen also zeitlich passend geplant werden.
Eine erfolgreiche Idee könnte das Spiel „Tast-Kim“ sein. Hierzu habe ich verschiedene – auf die Klienten abgestimmte Gegenstände in ein Säckchen gelegt. Die Teilnehmer dürfen mit ihren Händen fühlen und versuchen, den Gegenstand zu benennen. Sollte die Antwort ausbleiben ´ bin ich bereit ` unterstützende Hinweise zu geben. Jedes Objekt habe ich doppelt zur Verfügung gestellt. So kann die Schwierigkeit variieren. Das trägt dazu bei: Dass individuelle Fähigkeiten stärker gefördert werden.
Die Erfahrung zeigt: Dass dieses Spiel in den Bereich der Wahrnehmung fällt während die Handlungsorientierung der Individualisierung dient. Solche kreativen Ansätze sind besonders wertvoll. Sie fördern nicht nur Fähigkeiten sie helfen ebenfalls beim Erinnern und fördern soziale Interaktionen.
Was könnte also noch genutzt werden? Bastelangebote oder kleine Kochprojekte könnten vom Kindergarten inspiriert werden. Einfache Bastelarbeiten mit Papptellern sind leicht umsetzbar. Die Klienten könnten beispielsweise Masken basteln. Im Bereich der Wahrnehmung eignen sich auch einfache Sinnesstationen. Diese könnten ätherische Öle oder verschiedene Materialien beinhalten – das fördert die Sinne und sorgt für Spaß.
Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten um kreative Themen für Praktika zu ausarbeiten. Ein wichtiger Aspekt bleibt die Anpassung an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse jedes Klienten. Jeder Ansatz sollte darauf abzielen – ihre Stärken zu fördern und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Wenn also die Ideen fehlen ´ ist es entscheidend ` die Bedürfnisse deiner Klienten in den Mittelpunkt zu stellen. Ein solches Vorgehen öffnet den Weg zu neuen spannenden Konzepten für deine Prüfung. Die Zeit drängt, allerdings der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
