In der Vielfalt der Elektrotechnik ist die Schützschaltung eine essenzielle Thematik. Die Funktionsweise dieser Schaltungen zu verstehen ist für Auszubildende unerlässlich. Man muss klären welche Bauelemente zur Steuerung benötigt werden. Zuallererst werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Komponenten von Schützschaltungen.
Zunächst was sind Schütze? Diese elektromechanischen Schalter ermöglichen das Schalten von höheren Strömen mit niedriger Spannung. Der Schütz selbst – oft als K1 bezeichnet – hat eine Spule und ebenfalls mehrere Kontakte. Diese Kontakte können Schließer oder Öffner sein und ermöglichen so die Steuerung verschiedenster Lasten.
Ein Schließer, beispielsweise der Kontakt 13 zu 14 ist verantwortlich für die Selbsthaltung des Schützes. Das bedeutet ´ wenn der Schütz einmal aktiviert wird ` bleibt er auch nach dem Loslassen des Tasters in diesem Zustand. Das Grundprinzip – ein Schütz wird durch einen Taster aktiv und bleibt in der Position, solange die Versorgung nicht unterbrochen wird – zählt zu den fundamentalen Aspekten. Zudem gibt es da noch die Taster S1 und S2. Diese Taster sind nicht zwingend Teil des Schützes. Sie können Aufputz- oder Unterputztaster sein. Der Taster S1 wirkt dabei als Schließer, S2 hingegen als Öffner. Es ist wichtig – die Unterschiede zu verstehen.
Die Umsetzungen von Schützschaltungen in der Praxis sind vielerorts anzutreffen. Ein einfacher Starttaster – das ist S1 – wird gedrückt. Der dadurch erzeugte Strom fließt zur Spule des Schützes. Hierbei tritt eine magnetische Kraft ein, die welche Kontakte schließt. Der Schütz zieht an; dadurch wird der Stromkreis zwischen 13 und 14 geschlossen. Ein bemerkenswerter Punkt – das Licht oder die angeschlossene Last wird nun geschaltet.
Lässt man das S1 wieder los, bleibt der Stromfluss trotzdem aufrecht. Dies geschieht durch die Selbsthaltung. Erst wenn S2 gedrückt wird ´ unterbricht dieser den Stromfluss ` und der Schütz fällt ab. Ein klarer Vorteil: Die Schaltung bleibt funktionstüchtig – auch über lange Zeit.
Sicherheitsfragen sind natürlich immer wichtig. Die Schützschaltung kann mit weiteren Sicherheitskomponenten ausgestattet werden. Das verbessert die Sicherheit erheblich. Zum Beispiel könnte ein Not-Aus-Schalter hinzugefügt werden, oder ein Temperaturfühler der die Motorüberhitzung erkennt. Diese Maßnahmen sind in einer sogenannten Sicherheitskette zusammengefasst. Es handelt sich um ein bewährtes Verfahren – in industriellen Anwendungen ist dies unerlässlich.
Abschließend lässt sich erwähnen, dass auch große Lasten effizient geschaltet werden können. In diesen Fällen könnte es sinnvoll sein, alternative Schalttechniken wie das Stromstoßrelais zu verwenden. Ein Stromstoßrelais setzt dagegen nur einen Taster voraus und ist besonders bei einfacher Beleuchtung oft zu finden.
Die Nutzung von Software wie FluidSIM zur Simulation dieser Schaltungen stellt für Auszubildende eine echte Bereicherung dar. So kann das Verständnis für die Funktionsweise von Schützschaltungen massiv gesteigert werden. Durch die digitalisierte Simulation ermöglichen sich vielschichtige Lernansätze.
Zusammengefasst: Schützschaltungen sind vielseitig und lehrreich. Sie verfügen über essenzielle Bauteile wie Schütze Taster und Sicherheitsmechanismen. Es lohnt sich also – die Materie eingehend zu studieren.
