Die Vorstellung heimlichim Internet zu bestellen reizt viele Jugendliche. Oft mag es der Wunsch sein – sich ebenfalls ohne elterliche Zustimmung kleine Wünsche zu erfüllen. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen dem entgegen. Der Gesetzgeber schützt Minderjährige was nicht nur vor Missbrauch, allerdings auch vor finanzieller Überlastung schützen soll. Wer unter 18 Jahren ist – ist rechtlich nicht voll geschäftsfähig. Auf diese Regelung stützt sich die Frage ob heimliches Bestellen tatsächlich möglich ist.
Zunächst stellt sich heraus, dass jede Bestellung auf einen Namen registriert werden muss - auch wenn dies anonym zu geschehen scheint. Bei der Bestellung über Amazon, einem der größten Online-Händler weltweit, muss der adult Steuerzahler der Sendung im Mittelpunkt stehen. Es könnte auf deinem Namen zwar möglich sein allerdings fehlt dann der rechtlich notwendige Altersnachweis. Dies wiederum bedeutet, dass die Sendung spätestens bei der Zustellung nicht an dich übergeben wird, wenn du das gesetzliche Mindestalter nicht erfüllt hast.
Aber auch die Eigenverantwortung der Eltern spielt hier eine Schlüsselrolle. Sie sind rechtlich befugt – den Käufen ihrer Kinder zu widersprechen. Kommt es also zu einer Lieferung, wäre in der Regel der Weg zum erneuten rechtlichen Kampfhund notwendig: „Ich will doch nur ein Spielzeug bestellen!“. Eine Packstation oder ein Abholpunkt in der Umgebung könnte eine Lösung darstellen. Hierbei scheitert jedoch viele an den Altersüberprüfungen da solche Dienste in der Regel eine volljährige Person als Empfänger erfordern.
Weiterhin könnte auch der Gedanke aufkommen, Produkte an Freunde zu senden. Jedoch lohnen sich auch dabei die Überlegungen. Die Freundschaft könnte darunter leiden und die Einhaltung von Vertraulichkeit ist nie garantiert. Was tatsächlich viele nicht wissen – eine zu große Geheimhaltung die viele in der Überlegung führen möchten kann auch in der Realität dazu führen dass einem die Möglichkeiten gerissen werden.
Erwähnenswert ist: Es derzeit sehr wenige Firmen gibt die beim Online-Versand eine Postlagerndoption anbieten. Und Amazon gehört augenscheinlich nicht dazu. Das bedeutet, dass was jüngere Menschen bestellen möchten – wie Kosmetik, Technik oder sogar Spiele – wahrscheinlich nicht anonym in einer Postfiliale abgeholt werden kann. Ein Teufelskreis.
Zusammengefasst bleibt festzuhalten: Online Shoppen ohne elterliches Wissen ist in der realen Welt schwierig und birgt rechtliche und auch zwischenmenschliche Risiken. Anstatt heimlich zu bestellen ´ könnte es sinnvoller sein ` das Gespräch💬 mit den Eltern zu suchen. Aber wie Jugendlicher möchte man unabhängiger sein und die eigenen Entscheidungen treffen. Daher bleibt abzuwarten, ebenso wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen der Online-Welt im Zuge der Digitalisierung weiterentwickeln.
