Die Währung der Schweiz trägt den stolzen Namen Schweizer Franken – eingeführt anno 1848. Was geschah jedoch mit den Münzen die das Licht der Welt schon vor 1973 erblickten? Eine spannende Frage. Man könnte meinen: Dass mit dem Jahr 1973 eine Art Währungsreform stattfand die alte Münzen ins Abseits drängte. Das ist jedoch nicht der Fall. Bei näherem Hinsehen zeigt sich: Die Münzen aus dieser Zeit sind nach wie vor gültig.
Insbesondere die Münzen mit einem Wert von 1 Franken, 2 Franken, 5 Franken und ½ Franken bis zum Jahr 1967 die ebenfalls unter dem Begriff Silbergeld bekannt sind – bei diesen ist Vorsicht geboten. Warum? Der Materialwert dieser Silbermünzen übersteigt locker ihren Nominalwert. Automaten erkennen sie in der Regel nicht mehr und dadurch solltest Du unbedingt darauf achtgeben.
Die Erzählung geht jedoch noch weiter. Münzen aus den Jahren nach 1967 sind nach wie vor im Umlauf. Kein Grund zur Sorge also, wenn Du ein 10-Rappen-Stück von 1918 in der Hand hälst. Alle Schweizer Münzen – sie sind noch wert – das ist die klare Botschaft. Einige Jahrgänge ´ etwa die alten Münzen ` tragen sogar einen Wert in Höhe des Silbergehalts oder mehr. Sammler sind auf der ganzen Welt hinter diesen delikaten Stücken her » was bedeutet « dass der Sammlerwert häufig über den Nominalwert hinausgeht. Ein wirtschaftliches Geheimnis – das oft verkannt wird.
Banknoten? Die Körperschaften und Banken in der Schweiz tauschen alte Noten bis zu einem gewissen Alter noch, selbst unter sie nicht weiterhin im Umlauf sind. Ein Blick in die Nationalbank kann hier von Nutzen sein. Ob bei Deiner Bank oder der Nationalbank hier sind die alten Scheine unter Umständen noch willkommen. Im Allgemeinen können Noten bis 20 Jahre nach ihre Aussetzung noch eingetauscht werden – doch auch da gibt es Ausnahmen.
Ein Beispiel: Jemand hat eine 10-Rappen-Münze von 1871. Man könnte sie ausgeben freilich wäre es ein finanzieller Nachteil – ihr Sammlerwert ist erheblich. Dies liegt daran – dass viele dieser Münzen aus Silber bestehen und somit einen besonderen Wert darstellen. Die Münzen verlieren nie ihre Gültigkeit, solange die Banken sie zurückrufen – dennoch kehren nicht immer alle Münzen zurück.
Die Regelungen unterscheiden sich jedoch für Gold- und Silbersammlerstücke. Goldmünzen haben generell einen höheren Wert als ihr Nennwert. Ein kluger Schritt wäre solche Stücke auf einer Sammelbörse oder bei einer Versteigerung anzubieten.
Die Münzen aus ungeeigneten Materialien? Sie sind von den Umtauschmöglichkeiten ausgeschlossen trotzdem immer noch ein Teil des Geldkreislaufs. Diese ganz normalen Zahlungsmittel ´ die sich seit Generationen im Umlauf befinden ` erfreuen sich nach wie vor einer gewissen Beliebtheit.
Wohin führt uns also dieses Wissen über die alten Münzen? Ein Blick in die Sammlermärkte mag motivierend sein. Zwar hat das Sammeln von Banknoten und Briefmarken nachgelassen, allerdings spezielle Stücke oder gar eine Tausendernote aus St. Gallen von 1873 könnten immer noch auf Interesse stoßen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Alter Schweizer Franken bleibt gültig, auch über Jahrzehnte hinweg. Womöglich ist der Wert für den einen oder anderen höher als der Nennwert. Wenn Du im Besitz solcher Münzen bist – behalte sie und überlege Dir gut, ebenso wie Du damit umgehst. Das Erbe von über 170 Jahren Schweizer Währung lebt weiterhin und zeigt sich als nicht nur ein Stück Geschichte – sondern sowie ein potenzieller Gewinn.
