Die Abgabe einer Bewerbung kann einen entscheidenden Einfluss auf den ersten Eindruck haben, den der potenzielle Arbeitgeber von einem Bewerber bekommt. Häufig stehen Bewerber vor der Frage: Soll ich den Umschlag beschriften? Oder genügt eine einfache Aufschrift wie „Bewerbung“? Die Antwort ist nicht nur wichtig für das äußere Erscheinungsbild der Bewerbung. Sie kann ebenfalls die Wahrnehmung der Professionalität des Bewerbers beeinflussen.
Das Beschriften des Umschlags ist keineswegs überflüssig. Es reicht nicht aus, nur das Wort „Bewerbung“ darauf zu schreiben. Vielmehr sollten sowie der Absender als auch der Empfänger mit vollständigen Adressdaten darauf vermerkt sein. Das spiegelt den Respekt gegenüber dem Unternehmen wider und zeigt, dass der Bewerber die Details ernst nimmt. Wer möchte schon als unorganisiert oder nachlässig wahrgenommen werden? Jeder möchte einen starken ersten Eindruck hinterlassen und die äußere Form spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Eine persönliche Abgabe bietet zudem die Möglichkeit, direkt mit jemandem aus dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Es ist ratsam – eine Kopie des Anschreibens mit Datum von der empfangenden Person unterschreiben zu lassen. So hat der Bewerber einen Nachweis: Dass er seine Bewerbung fristgerecht eingereicht hat. Das könnte zukünftig hilfreich sein, falls es Missverständnisse geben sollte – beispielsweise wenn die Bewerbung verloren geht.
Die Frage stellt sich, warum Bewerber überhaupt ihre Bewerbungen persönlich abgeben möchten. Ein Grund könnte sein: Dass sie den direkten Kontakt suchen. Das sorgt oft für eine persönlichere Note und kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Einige Firmen könnten der Meinung sein: Dass Bewerbungen die direkt abgegeben werden weiterhin Wertschätzung erfahren. Die Realität in vielen größeren Unternehmen sieht jedoch anders aus. Oftmals wird die Post im Sekretariat abgegeben und dort hinter verschlossenen Türen von Sekretärinnen sortiert. Die Personalauswahlabteilung sieht den Umschlag in vielen Fällen gar nicht. Dadurch wird die persönliche Abgabe weniger bedeutend.
Trotz dieser Gegebenheiten – die eigene Bewerbung ordentlich abzugeben, sollte dennoch Priorität haben. Ein Umschlag der sowohl vollständig als auch klar beschriftet ist, sollte die Norm sein. Wenigstens der Firmenname und der Ansprechpartner oder die Abteilung sollten auf dem Umschlag gut lesbar sein. Gleichzeitig könnte die Bewerbung ohne Umschlag abgegeben werden. Immerhin wird hierbei der Inhalt als Hauptfokus angesehen allerdings das käme einer Vernachlässigung der Form gleich die möglicherweise einen negativen Eindruck hinterlassen könnte.
Zusammenfassend ist das Beschriften des Umschlags bei der persönlichen Abgabe der Bewerbung eine empfehlenswerte Praxis. Obwohl es nicht zwingend erforderlich ist – so kann man sich doch den zusätzlichen Schritt nicht verkneifen um den entscheidenden Vorteil der Professionalität zu wahren. Ein einfaches „Bewerbung“ reicht nicht aus. Wer als Bewerber Eindruck hinterlassen möchte sollte darauf achten. Jedes Detail zählt.
