Die Vorstellung vom Drama ist facettenreich. Die Definition ist nicht immer klar umrissen. Drama hat viele Dimensionen - es kann sowie inform als ebenfalls in spannungsgeladenen Handlungen auftreten. Aus dem vorliegendenlässt sich die Frage beantworten. Die Essenz des Dramas zeigt sich nicht allein im Tod ´ allerdings vielmehr in den emotionalen Konflikten ` die zwischen den Figuren entstehen.
Zunächst – um die Natur des Dramas zu erfassen – ist es wichtig, das Wort selbst zu betrachten. Sind dramatische Elemente nicht auch im Alltagsleben anzutreffen? Das Beispiel des Mädchens das einen langweiligen Kaktus erhält erlaubt uns viel Spielraum für Interpretation. Dieses Mädchen sehnt sich nach dem was andere haben. Ein alter Kaktus wird zum Symbol ihrer inneren Zerissenheit – könnte man sagen, auch das ist Drama. Ironisch ist die Botschaft – weil das Kind dennoch Freude empfindet.
Dervon Sabrina Abelst ist ähnlich wie von Bedeutung. Klara ´ ein blindes Mädchen ` stellt eine zentrale Figur dar. Ihre Sehnsüchte und der innere Konflikt erlauben uns ihre Emotionen nachzuvollziehen. Es handelt sich um weiterhin als nur das Streben nach Sichtbarkeit – Klara fragt sich über die Wahrnehmung der Welt. „Kann ich jemals sehen?“ Diese Frage schmerzt. Der Wunsch nach dem ´ was andere für selbstverständlich halten ` wird hier greifbar. Ihre Eltern stehen der Situation hilflos gegenüber. Sie haben sie stets beschützt.
Zudem gibt es die politische Dimension unseres Lebens die ebenfalls dramatisch ist. Sie hat oft nichts mit dem Tod zu tun. Obwohl der Bezug zu den Obdachlosen erwähnt wird, können wir auch Missstände beleuchten – Ungerechtigkeiten und soziale Kluft schaffen Drama im Diesseits. Sie verursachen Ängsten und Ungewissheiten innerhalb der Bevölkerung. Statistiken zeigen – dass in vielen Ländern Armut und Obdachlosigkeit zunehmen. Aktuelle Berichte belegen; dass etwa 140 Millionen Menschen weltweit ohne ein Dach über dem Kopf leben.
Ich vermag es die Schwierigkeit im Verständnis von Drama nachzuvollziehen. Es ist oft ein schmaler Grat zwischen tragischen und alltäglichen Erlebnissen. Die Metapher des unglücklichen Kaktus und der innere Kampf einer blinden Tochter verdeutlichen dies. Sind wir nicht alle auf der Suche nach dem was wir nicht haben oder nicht sehen können? Das Drama ist präsent in alltäglichen Beziehungen – in Konflikten, in Geheimnissen und in Wünschen.
Schlussendlich möchten wir festhalten: ein Drama fällt nicht ausschließlich ins Gebiet des Todes. Somit kann man auch in tiefen inneren Konflikten in unglücklichen Schicksalen und verzweifelten Sehnsüchten Drama finden. Das Zusammenkommen solcher Geschichten mag uns lehren, ebenso wie vielfältig das Leben ist. Und das Mysterium um die Suche nach unserer eigenen Sichtweise bleibt. Die Suche nach Identität ´ die auch durch Klara verkörpert wird ` verliert niemals an Bedeutung. Drama – ein Teil unseres Lebens, bewährt sich im Kleinen wie im Großen.
