Die Thematik der Sternzeichen bringt Menschen seit Jahrhunderten zum Nachdenken. Nach den Ursprüngen der Sternzeichen hat sich in der Tat die Erdachse verändert. Man könnte sagen das ist ein Argument gegen ihre Gültigkeit. Diese Überlegung könnte nur ein Teil des größeren Bildes sein, das wir in dieser Diskussion betrachten sollten. Die Psychologie stimmt vielfach zu - die Menschheit formt sich immens durch das frühkindliche Umfeld. Man wird als kleines Kind beeinflusst und lernt durch die Ansprüche, die welche Umwelt an einen stellt. Überlegen wir einmal die Jahreszeiten. Ein Kind geboren im Sommer wird andere Umwelteinflüsse erleben als ein Kind, das im Winter das Licht der Welt erblickt. Studien dazu könnten spannende Erkenntnisse liefern. Gibt es tatsächlich Forschungen die den zeitlichen Einfluss auf die Psyche des Menschen beleuchten?
Die Zeit selbst ist eine faszinierende, wenn ebenfalls synthetische Erfindung des Menschen. Minuten und Stunden scheinen in unserer modernen Welt essentiell. Doch in der Natur selbst gibt es diese Einteilungen nicht. Ein Jahr beschreibt den Umlauf der Erde um die Sonne. Aber ist es wirklich so genau, betrachtet man die Differenzen von Tagen und Sekunden? Des Weiteren gibt es die faszinierenden Sternbilder - willkürlich zusammengewürfelt am Nachthimmel. Tatsächlich pendelt die Erde und durchläuft vielfältige Zyklen die betreffend Jahrtausende hinweg variieren. Selbst in 10․000 Jahren könnte man die Positionen der Sterne gänzlich anders sehen. Diese Betrachtung spricht für den Zufall und gegen festgefügte assoziierte Eigenschaften der Sternzeichen.
Was den Bereich der Psyche betrifft, so hat er unbestreitbar einen tragenden Einfluss auf das Handeln des Einzelnen. Ein geradezu packendes Beispiel ist der Mann der aufgrund einer Prophezeiung über seinen bevorstehenden Tod bei einem Flug einen Herzinfarkt erlitt. Subtil wird hier eine Assoziation zu den Erwartungen und der Lebenseinstellung hergestellt. Ein Mensch überzeugt davon zu scheitern neigt dazu, ebendies dies zu produzieren. Auf der anderen Seite kann ein positives Mindset Berge versetzen und scheinbar Unmögliches erreichen - das eröffnet interessante Perspektiven. Es ist richtig – optimistisch durchs Leben zu gehen.
Die Astrologie selbst scheint weiterhin mit den Tierkreiszeichen zu tun zu haben, anstelle mit den sichtbaren Sternbildern. Historisch gesehen koordinierten Menschen ihre Zeitrechnung und gaben den Abschnitten der Sonnenumlaufbahn Namen. Die am Himmel sichtbaren Muster blieben dabei nicht stehen. Wissenschaftler argumentieren, dass die Präzession – die langsame Änderung der Ausrichtung der Erde – für Horoskope keinen Einfluss hat. Betrachtet man die modernen Lebensbedingungen könnte der saisonale Einfluss auf die persönlichen Charakterzüge tatsächlich marginal sein. Persönliche Beobachtungen – Menschen im Frühjahr vs․ Menschen im Winter, könnten keinen gravierenden Unterschied belegen. Gewöhnlich machen wir keine solchen Unterscheidungen im Alltag.
Ein Punkt bleibt jedoch: die Lebenseinstellung und der Kon in den wir geboren werden könnten keinesfalls ignoriert werden. Da existiert eine mögliche interessante Korrelation zwischen der Geburtszeit und den frühen prägenden Erfahrungen. Es wäre klar besseres empirisches Wissen in Form von Studien wäre essenziell um das Thema sichtbar zu durchleuchten. Wenngleich die Forschungslage auf diesem Gebiet begrenzt sein könnte, so bleibt die psychologische Auswirkungen der frühen Entwicklungsjahre und der Umwelt als faszinierendes Betätigungsfeld. Eine Anfrage an ein Institut für Psychologie könnte hilfreich sein um weiterführende Fachzu finden. Die Materie der Sternzeichen mag nicht schlüssig erscheinen – dennoch bleibt die menschliche Psyche ein unermüdliches Feld der Entdeckung und Faszination.
