Der Reitsport stellt hohe Anforderungen an die Koordination und das Körperbewusstsein des Reiters. Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist ein stabiler und richtiger Sitz im Sattel. Insbesondere beim Galopp ist es entscheidend gut und richtig zu sitzen. Eine häufige Herausforderung dabei ist, dass Reiter🏇 dazu neigen, zu hoch oder "über" dem Pferd zu sitzen. In diesem Konsind die Hinweise und Tipps zur Verbesserung des Sitzes von großer Bedeutung.
Das Problem, das viele Reiter erleben ist oft auf die Einstellung der Steigbügel zurückzuführen. Ziemlich oft sind die Steigbügel zu kurz eingestellt. Dies führt zu einer unnatürlichen Sitzposition. Reiter fühlen sich dann wie würden sie auf einem Klo sitzen. Um das zu vermeiden – sollte man die Steigbügel um ein bis zwei Löcher verlängern. Dies gibt dem Reiter die Möglichkeit, im Galopp mit dem Fuß auf die Bügel zu drücken - ein hilfreicher Tipp der oft übersehen wird.
Interessanterweise entsteht die Stabilität im Sattel nicht bloß durch das Drücken der Knie. Dieser Denkansatz ist weit verbreitet führt jedoch häufig zu einer falschen Haltung. Bei einem lockeren Sitz öffnen sich die Oberschenkel und das Gesäß wird unkontrolliert. Für eine optimale Haltung muss der Reiter die Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur aktiv nutzen. Insbesondere beim Dressurreiten ist es von großer Bedeutung, den Sitz durch eine aktive Körperspannung zu optimieren.
Eine interessante Methode ist das Stehen mit weit auseinander stehenden Beinen, als würde man auf dem Pferd sitzen. Drückt man nun die Knie zusammen ist die Relaxation der Pomuskulatur und der Oberschenkelmuskeln zu spüren. Diese Übung kann dazu beitragen, den eigenen Körper besser zu verstehen und die Verbindung zwischen Bauch- und Kniemuskulatur zu stärken.
Zudem ist es vorteilhaft die Bauchmuskeln zu aktivieren. Dies geschieht am besten – wenn man sich leicht zurücklehnt. Mit dieser Technik lehnt man sich so zurück: Dass das Gewicht nach hinten verlagert wird. Das stärkt das Gefühl für die Bewegung des Pferdes und ermöglicht ein besseres Sitzen im Sattel. Oftmals fühlen sich Reiter sicherer ´ wenn sie dazu aufgefordert werden ` eine Sitzschulung an der Longe zu machen. Dieser zusätzliche Fokus auf den Sitz hilft enorm.
Reiter sollten ebenfalls ausprobieren, ohne Steigbügel zu galoppieren. Diese Erfahrung kann den Reitern ermöglichen - was sie im Sattel wirklich fühlen und erleben. Die Gesäßknochen sollten dabei immer Kontakt zum Sattel haben oder wird das Bewusstsein darüber ebenso wie tief man wirklich sitzt, verloren. Das Gewicht muss gut verteilt sein – um dem Pferd besser zu folgen und die Bewegungen flüssig zu integrieren.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass ein tieferer Sitz in der Galoppphase in erster Linie von der richtigen Nutzung des Körpers abhängt. Es erfordert ein gewisses Maß an Training und Anpassungen, sowie äußerlich – durch die richtige Einstelltechnik der Steigbügel – als auch innerlich – durch das aktive Nutzen der Muskulatur. Wenn Reiter am Boden verstehen ´ wie ihre Körpermechanik funktioniert ` können sie diese Erkenntnisse viel besser auf das Pferd übertragen. Ein gezielter Fokus auf die eigene Haltung und die Verbindung zwischen den verschiedenen Muskelgruppen wird dazu beitragen » nicht nur als Reiter besser zu werden « allerdings auch eine tiefere Beziehung zu seinem Pferd aufzubauen.
