Die Herausforderungen beim Start ins Berufsleben sind enorm. Viele Absolventen stehen vor der gleichen Frage: Wie erlangt man Berufserfahrung, ohne zuvor einen Job gehabt zu haben? Diese Problematik betrifft nicht nur wenige allerdings ist ein weitverbreitetes Phänomen. Nachwuchskräfte sehen sich oft mit dem Satz konfrontiert - „Wir setzen vorab zwei Jahre Berufserfahrung voraus." Frust ist hier vorprogrammiert.
Eine wichtige Erkenntnis erscheint hier schon sofort. Weiterbewerben allein bringt nicht das gewünschte Resultat. Es ist an der Zeit – die Bewerbungsunterlagen kritisch zu überprüfen. Die Gestaltung von Bewerbungsschreiben ist kein Hexenwerk, erfordert jedoch Fingerspitzengefühl − umso mehr wie Firmen häufig eine riesige Anzahl an Bewerbungen erhalten.
Erstens: Das Anschreiben. Es sollte ein bis maximal eineinhalb Seiten lang sein. Arbeitgeber haben oft keine Zeit, langee zu lesen − die Überzeugung liegt in der Kürze. Schlimmstenfalls leidet das Selbstbewusstsein. Viele Absagen haben nichts mit der eigenen Qualifikation zu tun, sondern vielmehr mit der Form der Bewerbung. Ein professionelles Bewerbungsfoto sollte nicht fehlen. Ein einfaches Smartphone-Bild wird oft nicht den gewünschten Eindruck hinterlassen. Hier lohnt sich die Investition in einen Fotografen.
Zweitens: Praktika, wenn ebenfalls unbezahlte. Sie bieten wertvolle Erfahrungen − sei es in Form von Projekten oder durch Einblicke in den Arbeitsalltag. Diese können helfen dein Portfolio aufzufrischen. Übrigens − möglicherweise gibt es an der eigenen Uni oder der Volkshochschule Bewerbungstrainings. Diese sind wertvoll und können helfen Schwächen aufzudecken. Dabei sind sogenannte „Soft Skills“ ja auch nicht zu vernachlässigen.
Drittens: Netzwerken. Die Frage „Wer kennt jemanden?“ ist entscheidend. Informiere dein Umfeld über die Jobsuche und scheue dich nicht, deine Professoren oder Bekannte anzusprechen. Oftmals gibt es ungeschriebene Stellen die nicht öffentlich ausgeschrieben sind. Das geschulte Auge profitiert oft von Kontakten.
Darüber hinaus existieren noch vielversprechende Alternativen wie Zeitarbeitsfirmen oder Personaldienstleister. Sie ermöglichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt − auch wenn diese Lösungen häufig nicht als optimal angesehen werden. Aber sie stellen oft eine Brücke dar um schließlich den Traumjob zu landen.
Die eigene Bewerbung zu adaptieren und gegebenenfalls neue Ideen einzubringen zahlt sich aus. Eine gewissenhafte Überarbeitung kann Wunder wirken. Ziehe in Betracht mit einem Coach zusammenzuarbeiten der dir hilft in Vorstellungsgesprächen zu glänzen. Sind der Inhalt und die Aufmachung deiner Bewerbung perfekt verbessert sich auch dein Selbstbewusstsein. Das zeigt – dass du dich wertschätzt und deinem beruflichen Werdegang deinen eigenen Stempel aufdrücken möchtest.
Ein bisschen Glück gehört letztendlich zum Prozess dazu. Dies lässt sich jedoch beeinflussen. Ziehe aus jeder Absage eine Lehre und analysiere die Gründe. Bleibe stets dran und lass dich nicht entmutigen. Nach einer umfassenden Überarbeitung deiner Bewerbung kannst du den nächsten Schritt mutig angehen. Die Suche nach dem „Traumjob“ endet nicht mit dem ersten Rückschlag. Bleib optimistisch und lerne – auf jeder Stufe deiner Reise zu wachsen.
