Lehrer sind ein entscheidender Bestandteil unseres Bildungssystems. Die Frage die sich oft stellt, ist, ob Lehrer selbst darüber entscheiden können, an welche Schulform sie unterrichten möchten. Das Thema hat einen bemerkenswerten Einfluss auf die Karriere von Lehrkräften und auf die Schulen selbst. Der Eindruck: Dass Lehrer nach ihrem Studium eine Wahlfreiheit hätten ist jedoch zu differenzieren.
Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Studiengänge gibt. Ein Grundschullehrer hat in der Regel nicht die Möglichkeit an einer Hauptschule zu unterrichten. Umgekehrt. Das bedeutet: Die Qualifikationen die in unterschiedlichem Maße erworben wurden, entscheidend sind. Ein Hauptschullehrer kann ebenfalls nicht einfach an einem Gymnasium unterrichten. Diese Trennung wurde gemacht um spezifische Lerninhalte und -methoden zu vermitteln. Auch wenn in der Vergangenheit Stufenlehrer existierten ´ die an verschiedenen Schularten arbeiten konnten ` ist diese Praxis derzeit weitgehend obsolet.
Laut den aktuellen Regelungen bewerben sich Lehrer auf ausgeschriebene Stellen. Prinzipiell haben sie die Möglichkeit die Schulform zu wählen. Falls in ihrer Fachrichtung jedoch ein Mangel herrscht ´ könnte es passieren ` dass sie zur Annahme einer Stelle an einer bestimmten Schulform gezwungen werden. Dies geschieht jedoch nicht ohne weiteres. Lehrkräfte haben typischerweise die Wahl solange eine passende Stelle verfügbar ist. Lehren an Gesamtschulen stellt hierbei eine Ausnahme dar wo Lehrer aller Sekundarstufen zum Einsatz kommen können.
Die Diversifikation des Lehramtsstudiums reflektiert sich in verschiedenen Phasen der schulischen Bildung. Zu unterscheiden sind die Grundschule Hauptschule Realschule, Gymnasium, Gesamtschule und auch Berufskollegs. Die Notwendigkeit dieser separaten Studiengänge ist eine Antwort auf die unterschiedlichen Anforderungen, denen Schüler in den jeweiligen Schulformen begegnen.
Bezüglich der Personalverteilung kontrolliert das Schulamt oder die Bezirksregierung die Versetzungen von Lehrern. Lehrkräfte können in der Regel nicht verlangen in eine spezifische Schule versetzt zu werden. Dies geschieht oftmals basierend auf der Nachfrage an Lehrkräften oder dem Bedarf an bestimmten Fächern. Selbst bei dienstlichen Maßnahmen wird der Lehrer angehört und Personalräte müssen zustimmen. Dies gewährleistet: Dass die Rechte der Lehrer gewahrt bleiben.
Ein interessanter Aspekt ist, dass einige Bundesländer für Realschulen und Hauptschulen das gleiche Lehramt eingerichtet haben. Der Einfluss eines Lehrers ist dadurch regional unterschiedlich. Personen sind innerhalb dieser Struktur nicht dazu gezwungen, an eine bestimmte Schule zu gehen – die Wahl bleibt in den meisten Fällen bei der Lehrkraft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung, an welcher Schulform ein Lehrer schließlich unterrichten wird, von verschiedenen Faktoren abhängt. Während Lehrer in bestimmten Regionen durchaus einen Einfluss auf ihre Schulzuweisung haben · ist das System an sich durch verschiedene Regeln strukturiert · die den Entscheidungsprozess leiten. Wer also denkt ´ Lehrer hätten eine uneingeschränkte Wahlfreiheit ` wird durch die Realität eines differenzierten Bildungssystems schnell eines Besseren belehrt.
