Hunde sind treue Begleiter und oft sehr eng mit ihren Besitzern verbunden. Wenn der geliebte Mensch plötzlich nicht weiterhin da ist sei es durch einen Urlaub oder aus anderen Gründen spüren sie das Fehlen. Ein trauriger Hund 🐕 verharrt in Stille verkauft seine Lebensfreude und verweigert Nahrung. Diese Situation stellte sich vor Kurzem bei einer Freundin dar. Ihre Eltern waren für einige Tage verreist und der Hund blieb allein zurück. Der Hund litt anscheinend enorm – da er sein Herrchen sehr vermisste.
Experten sind sich einig. Man sollte den Hund nicht bedrängen - weder mit Futter noch mit aufmerksamkeitsheischenden Aktionen. Ein gesunder Hund kann tatsächlich 24 Stunden ohne Nahrung auskommen. Angst ist überflüssig - verhungern oder verdursten wird er keinesfalls. Auf einen typischen Hund ´ der seine Menschen sehr liebt ` kann der Verlust schockierend wirken. Hunde sind Rudeltiere – das macht sie besonders sensibel für den Verlust eines Familienmitglieds.
Ich sage: Geduld ist der Schlüssel. Die Tochter des Hundes sollte ihm nicht ständig hinterherlaufen. Trösten verstärkt eher das negative Verhalten. Sie sollte in gewohnter Routine Futter hinstellen und wenn er nicht frisst, darauffolgend 30 Minuten das Futter wieder wegnehmen. Essenziell bleibt den Hund in Ruhe zu lassen - das muss man ihm zugestehen um zu trauern. Diese Ruhe hilft ihm – seine Trauer zu verarbeiten.
Natürlich braucht der Hund Bewegung. Die täglichen Gassirunden sind unerlässlich. Spaziergänge erhalten die Verbindung zur Welt außerhalb des Hauses. Auch sollte dabei nicht das Trinken vergessen werden – gerade bei warmem Wetter. Der Hund wird schon bald merken – dass ebenfalls die Tochter ihm zur Seite steht und dass seine Trauer nicht länger andauern muss.
Ein T-Shirt des Herrchens kann das Verlangen nach der vertrauten Umgebung stillen. Oftmals nützt es ´ wenn das Tier einen Geruch hat ` der Erinnerungen weckt. Ein vertrauter Duft kann Trost spenden. Es hilft nicht nur bei der Trauerbewältigung allerdings kann dem Hund auch die Einsamkeit ein Stück weit nehmen.
Das Ablenken kann ähnlich wie eine sinnvolle Strategie sein. Ein anstrengender Spaziergang oder eine Spielrunde kann dem Hund helfen, abzuschalten und sich zu entspannen. Einige Hunde reagieren auf besondere Leckerbissen. Ein paar schmackhafte Snacks können Wunder wirken.
Die Zeiten des Trauerns sind normal und natürlich. Hunde haben zudem ihre eigene Art und Weise mit Verlust umzugehen. Manchmal werden sie sich schneller an die neue Situation gewöhnen als wir denken. Bereits nach ein paar Tagen kann sich der Gemütszustand des Hundes ändern - das Bedürfnis nach Gesellschaft und Zuneigung wird stark ausgeprägt sein.
Insgesamt bleibt festzuhalten: Ein Hund kann Trauer empfinden, ähnelt wie ein Kind. Mit viel Geduld und Liebe wird er den Schmerz überwinden. Es ist eine herausfordernde Zeit – sowie für den Hund als auch für den Besitzer. Doch mit der richtigen Unterstützung kann die Trauer in Hoffnung verwandelt werden.
