Die Pubertät ist oft eine schwierige Zeit – sowie für Jugendliche als ebenfalls für deren Eltern. Mein Sohn ´ gerade 14 Jahre alt ` hat einen tiefen Schlafrhythmus angenommen. Nächte füllt er vor dem PC und die Tage verbringt er schlafend. Ich kann die Sorgen einer Mutter sehr gut nachvollziehen. Wo bleibt da die Zeit für andere Aktivitäten? Die Frage nach der Gesundheit stellt sich auf jeden Fall – was absolut berechtigt ist.
Manche diskutieren ob es wirklich so schlimm ist solange die Noten nicht leiden. Das nicht häufige Aufstehen am Vormittag könnte den Lernerfolg tatsächlich beeinträchtigen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen – viele Jugendliche gleichen in diesem Alter ein wenig einer Eule. Studien zeigen ´ dass Teenager biologisch dazu neigen ` in der Nacht aktiv zu sein. Die Uni München hat herausgefunden: Dass sich der innere Schlafrhythmus in der Pubertät verändert. Das macht es für Eltern nicht leichter.
Regeln sind notwendig. Ab 22 Uhr sollte eine klare Grenze für Bildschirmzeit gelten. Es ist wichtig ´ dass der Sohn lernt ` Verantwortung zu übernehmen. Hilfe im Haushalt? Absolut. Kochen und Putzen sind Fähigkeiten die zur Verwendung das spätere Leben unerlässlich sind. Vielleicht versteht er, dass man für die Freizeit auch etwas tun muss – eine wichtige Lehre. Es wäre richtig ihm Rückhalt zu geben und gemeinsam etwas zu unternehmen. Dabei kann man ihm zeigen, dass es Spaß macht, Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände zu erleben.
Die Herausforderung besteht oft darin, gemeinsame Zeit zu finden. Manchmal muss man seine eigenen Müdigkeit ignorieren und den 14-Jährigen aktivieren. Habsteimentalitäten arbeiten hier nicht. Trotz seiner Müdigkeit sollte er die Möglichkeit haben Bewegung in seinen Alltag zu integrieren.
Ein anderer Ansatz könnte sein, mit ihm über den idealen Schlafrhythmus zu sprechen. Vielleicht findet sich ein Kompromiss in Bezug auf Bildschirmzeit und nächtliche Aktivitäten. Wichtig – der Dialog muss offen bleiben. Ein Zwang könnte möglicherweise zu Widerstand führen. Oft wollen Teenager nicht hören was die Eltern zu sagen haben.
Ein weiterer Punkt – das Taschengeld. Es könnte hilfreich sein ihm Anreize zu schaffen. Wenn er halbherzig bereit ist ´ etwas zu unternehmen ` kann man ihm mit finanzieller Unterstützung entgegenkommen. Ein Besuch im Schwimmbad oder Klettern mit Freunden wird ihn motivieren die Wohnung zu verlassen.
Zusammengefasst, es gibt Wege die den Teenager aus seiner sogenannten Lethargie bringen können. Regeln – Dialog und Aktivitäten scheinen der Schlüssel🔑 zu sein. Es wird nicht einfach sein. Doch am Ende kann man den kleinen Schritt nach draußen als Erfolg verbuchen. Auch wenn ich nur ein bisschen Hoffnung habe – es wird besser werden. Schließlich sind wir alle einmal in dieser Phase gewesen.
