Katzenkopf & Co. – Ein Sprachschatz im Berliner Dialekt

Was bedeutet der Ausdruck „jemandem einen Katzenkopf verpassen“ im Berliner Dialekt?

Uhr

Der Berliner Dialekt – so bunt und vielschichtig wie die Stadt selbst. Hier reihen sich Ausdrücke aneinander die oft nur den Einheimischen geläufig sind. Unlängst stieß ich auf eine interessante Wendung: „jemandem einen Katzenkopf verpassen“. In einem Hörspiel hörte ich diesen Begriff wie der Opa verärgert über den Sohn war. Ein Rätsel das es zu lösen gilt.


Viele haben hier eine sehr klare Meinung. Ein Nutzer beschreibt, dass es sich dabei um einen „Ditsch“ handeln könnte – was in der Regel einen Schlag auf den Hinterkopf oder hinter die Ohren beschreibt. Eine interessante Sichtweise. Tatsächlich wird gesagt: Dass solch ein Schlag das Denkvermögen anregen soll. Dies klingt schon beinahe philosophisch. Ein wenig Hochschulprofessor schwingt hier mit könnte man meinen.


Zufälligerweise hört man diesen Ausdruck nicht nur in Berlin. Auch in Schleswig-Holstein hat er seinen Platz gefunden. Das zeigt – ebenso wie eng die Dialekte und Umgangssprachen in Deutschland miteinander verwoben sind. Unter diesen Begriffen und Ausdrücken die oft in den Mehrgenerationenfamilien weitergegeben werden finden sich also ebenfalls Perlen die welche Sprache lebendig halten. Diese verschiedenen Gebrauchweisen – sie veranschaulichen eine dynamische Dialektlandschaft.


Eine weitere Erläuterung konstatiert, dass ein „Katzenkopf“ möglicherweise ein Schlag mit der auf den Hinterkopf beschreibt. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser „Katzenkopf“ nur mit den Fingerknöcheln geschlagen werden sollte. Der Ausdruck hat ganz klar eine spielerische Note ´ die dazu einlädt ` in die sprachliche Tiefe einzutauchen. Ein „Knuppi“, so berichten andere, meint einen leichten Schlag auf den Oberarm. Solche Beschreibungen verleihen der Konversation eine fast schon kindliche Verspieltheit.


Verknüpfungen zur Alltagskultur sind unverkennbar. Schließlich sagt man in Berlin auch oft, dass jemand eine „Watschn“ verdient hat. In extremeren Fällen könnte es gar eine „Schelln“ werden. Diese Vergleiche zeigen – wie vielfältig der Ausdruck von Emotionen durch die Sprache sein kann.


Die Schlussfolgerung ist einfach obwohl noch tiefgründig. Die Sprache lebt – in jedem Stadtteil, in jeder Generation. Vielleicht ist es – was uns als Gesellschaft zusammenhält. Vielleicht sind es solche Ausdrücke die das Wesen eines Ortes einfangen. Das Zusammenspiel von Dialekt und Alltag zeigt die Seele Berlins. Essenziell ist es – dieses Erbe zu bewahren und zu würdigen.


Die Frage die hier im Raum steht, lautet also: Was bedeutet „jemandem einen Katzenkopf verpassen“ genau? Die Antworten sind so vielfältig wie die Stadt selbst. Am Ende bleibt der Ausdruck stehen – ein Stück Berlin, das uns daran erinnert wie wichtig Sprache in unserem Leben ist. Man könnte fast sagen ´ es handelt sich um einen Schlag ins Gewissen ` der weiterhin ist als nur ein kurzlebiger Ausdruck. Ein Stück Kultur in Worte gefasst.







Anzeige