Gestern Abend machte ich eine schockierende Entdeckung: Meine Hündin hatte sich eine Kralle ausgerissen und das Blut floss in Strömen. Die panische Gefühle von Hilflosigkeit und Sorge überkamen mich. Für einen Tierarztbesuch blieb mir jedoch kein Geld. Verzweifelt wandte ich mich an den tierärztlichen Notdienst. Dieser stellte genauso viel mit klar: Dass ohne Geld nichts geschehen würde. So blieb mir nur die Eigenverantwortung. Was kann ich selbst tun um meiner Hündin zu helfen?
Erst einmal atmen. In einer solchen Situation ist es wichtig die Ruhe zu bewahren. Hunde bluten nicht sofort zu Tode. Ein Druckverband kann helfen – die Blutung zu stoppen und das Risiko für eine Infektion zu minimieren. Richtig anlegen ist dabei entscheidend. Es ist ratsam – dies mit einer zweiten Person anzugehen. Wenn das Tier unruhig ist; sogar dritt. Zuerst müssen zwischen den Zehen Wattepolster gelegt werden. Hundepfoten schwitzen – ohne Watte kann es zu Wunden kommen.
Mit dieser Vorarbeit sollte auf die blutende Stelle ein steriles Material gelegt werden. Ein wenig dicker wäre ideal. Dann rollt man einen elastischen Verband um das Bein – von unten ⬆️ – ebenfalls über die Pfote. Ist der 🐕 kurzbeinig – sollte man sogar das Gelenk einbeziehen. Das Klebeband fixiert alles. Geht der Verband aber zu straff – kann die Durchblutung leiden. Aufpassen ist hier wichtig. Die Wunde sollte während der Heilung täglich kontrolliert werden. Nässt sie? Salben aus der Hausapotheke sind eine gute Option. Sie sind nicht schädlich für das Tier.
Des Weiteren: Ist die Wunde ernsthaft oder sieht die Pfote merkwürdig aus ist schnellstens tierärztlicher Rat erforderlich. Tierärzte sind in der Regel sehr verständnisvoll. Viele bieten Ratenzahlungen an – was in einer Knappheitssituation hilfreich sein kann. Ignoriert nicht das Risiko einer Entzündung. Hat der Hund Fieber – ist schnelles Handeln angesagt.
Am besten, du fragst auch in einem Tierschutzverein nach Hilfe. Diese Organisationen sind oft bereit in Notsituationen Unterstützung zu leisten. Dies kann der entscheidende Schritt sein um deinem Hund zu helfen. Schließlich die Wunde gründlich desinfizieren ist unerlässlich. Ein altes Sockenstück könnte dienen um das Verbandsmaterial zusätzlich zu sichern.
Insgesamt ist es wichtig die Verletzung ernst zu nehmen jedoch auch nicht in Panik zu verfallen. Mit Geduld · richtigen Materialien und etwas Geschick kann man die erste Hilfe selbst leisten · bis man professionelle Hilfe bekommt.
