Sind Mädchen, die Fußball spielen, wirklich unattraktiv?

Warum könnte das Fußballspielen von Mädchen als unattraktiv wahrgenommen werden?

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In der Diskussion um die Attraktivität von Mädchen die aktiv spielen, gibt es diverse Blickwinkel. Vor allem unter Jungen könnte eine Skepsis bestehen – doch stellt sich die Frage, ob solche Ansichten wirklich gerechtfertigt sind. Diese Thematik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Frauenfußball ist inzwischen in Deutschland überaus populär. Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Anzahl der Frauen die im Verein Fußball spielen, in den letzten zehn Jahren um fast 50 gestiegen ist. Ein deutlicher Hinweis auf eine veränderte Wahrnehmung.


Die Meinung, dass Fußballspielen unattraktiv sei, spiegelt oft veraltete Stereotypen wider. Zu oft wird angenommen, dass sportliche Frauen nicht den gleichen Schönheitsidealen entsprechen wie ihre nicht-sportlichen Altersgenossinnen. Ein Kommentar einer Fußballbetreuerin verdeutlicht die Situation. Sie berichtet über ihre Erfahrungen mit Mädchenmannschaften betrachtet. Sie war überrascht: Dass das weibliche Talent auf dem Platz weiterhin männliche Zuschauer anzieht als die Jungs. Dies zeigt ´ dass der Sport durchaus helfen kann ` Empfänglichkeit für das Weibliche zu steigern.


Häufig wird den Fußball spielenden Mädchen eine gewisse Strenge zugeschrieben. Von der Frisur bis hin zur Kleidung – es scheinen viele Anstrengungen unternommen zu werden um einer maskulinen Aura zu entkommen. Die Aussage, dass Fußballspielerinnen sich weniger weiblich präsentieren ist provokant. Viele Mädchen tragen bequeme Sportbekleidung ´ was jedoch nicht bedeutet ` dass sie sich als unattraktiv empfinden. Eleganz im Sport ist möglich – dies wird durch modebewusste Spielerinnen demonstriert die sowie auf dem Platz als ebenfalls abseits davon überzeugen.


Eine Spielerin aus einem neugegründeten Mädchenverein setzt ein Zeichen: Fußball macht Spaß. Die Kameradschaft und die Leidenschaft für den Sport stehen im Vordergrund. Das Selbstbewusstsein und der Ehrgeiz die beim Fußballspielen gefördert werden, tragen außerdem zur Attraktivität bei. Das Verhalten in so einem Team lässt Mädchen strahlen – eine positive Ausstrahlung ist oft attraktiver als jegliches äußeres Erscheinungsbild. Die regelmäßige körperliche Aktivität trägt zusätzlich zur Fitness und dadurch zum Selbstbewusstsein bei. Diese Meinungen ´ die man aus der Diskussion herauslesen kann ` sind weitreichend zuträglich.


Nicht nur für die persönliche Entwicklung, auch für den gesellschaftlichen Wandel ist das wichtige. Immer mehr Frauen brechen mit den Klischees und zeigen: Dass Sport und Selbstbewusstsein miteinander vereinbar sind. In der Gesellschaft haben sich die Ansprüche an Frauen erheblich verändert. Sportlichkeit wird keineswegs mehr als unweiblich abgetan. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Fortschritt für den Frauenfußball sondern auch für die gesamte Gemeinschaft.


Vielmehr sollten wir den Fokus auf die positiven Eigenschaften lenken die sportliche Frauen besitzen. Teamgeist – Disziplin und ein entschlossener Wille zeichnen sie aus und heben ihren Reiz. Diese Maßnahmen können dafür sorgen, dass der Fußball nicht mehr als ein reiner Männersport betrachtet wird.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Mädchen die Fußball spielen, können zutiefst attraktiv sein. Der Sport bietet nicht nur die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung sondern auch ein Umfeld, in dem sich Freundschaften ausarbeiten können. Daher lautet die Botschaft – lasst uns weg von der Diskussion um Attraktivität und hin zu einem unterstützenden Miteinander, das jede Sportlerin wertschätzt.







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