Die Folgen des Schaltens auf Leerlauf während der Fahrt in einem Automatikgetriebe

Welche Risiken birgt das Schalten des Automatikgetriebes auf den Leerlauf während der Fahrt?

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Automatikgetriebe die heutzutage weit verbreitet sind, bergen viele technische Feinheiten. Eine häufige Diskussion unter Autofahrern ist das Schalten auf „N“, also in den Leerlauf, während der Fahrt. Man behauptet oft, es sei kein Problem, allerdings die Wahrheit ist komplexer – und hat damit zu tun, ebenso wie die Getriebe in ihrer Reaktion auf Leerlauf funktionieren. Was kann also passieren, wenn man während der Fahrt auf N schaltet?


Der größte Teil eines Automatikgetriebes besteht aus präzise gestalteten Schaltkupplungen und einem Bremsband. Diese Komponenten arbeiten zusammen und garantieren eine optimale Kraftübertragung vom Motor auf die Räder. Bei der Fahrt auf N wird jedoch ein kritischer Prozess in Gang gesetzt – die Kupplung die hydraulisch betätigt wird, löst sich . Dadurch rutscht sie durch und verursacht erheblichen Verschleiß. Diese Kupplungen sind extrem sensibel und verlustanfällig. Sie bestehen zumeist aus speziellen Materialien die als „Papier“ bezeichnet werden was nicht etwa mit herkömmlichem Papier zu tun hat, allerdings mit den Materialien die zur Verwendung ihre Schichten verwendet werden. Bei stärkerer Beanspruchung kann dieses Durchrutschen ´ ebenfalls wenn es nur kurz ist ` fatale Folgen für die Lebensdauer des Getriebes haben.


Als zusätzliche Komponente fungiert der sogenannte Drehmomentwandler. Durch diesen wird das Fahrzeug in Bewegung gesetzt während die Verbindung zum Radsatz durch das Bremsband hergestellt wird. Die Stärke des Drehmoments erhöht sich, sobald man Gas gibt. Dies geschieht in einem regelmäßigen Rhythmus und das Getriebe wechselt in die verschiedenen Übersetzungen. Dabei werden stets die Kupplungen betätigt und das Bremsband zieht an – eine feine Balance die durch das Schalten auf N durcheinandergeraten kann.


Das Bremsband ist erheblich widerstandsfähiger im Vergleich zu den Schaltkupplungen, doch bei einer Schaltaktion auf N während der Fahrt erhöht sich das Risiko für die fragilen Lammellen. Wenn das Getriebe in dieser Situation rutscht, kann es zu einem rapiden Verschleiß kommen. Zählt man die häufigen Schaltvorgänge während des Fahrens dazu ´ gleicht das Ganze einem Schatz ` dessen Verlust nicht weit entfernt ist. Ein simpler Schalter auf N kann das vielzitierte „Schicksal“ des Getriebes besiegeln. Insbesondere unter Last ist das schädigend. Betreiber sollten sich deshalb dringend an die Regel halten: Immer in D fahren, auch bei Rot an der Ampel. Was nützt der Komfort, wenn das Getriebe leidet? Ein regelmäßiger Ölwechsel für das Getriebe ist ähnelt unerlässlich. Lebensdauerfüllungen oder „never-change“ Versprechen gibt es wirklich nicht – bei Automatikgetrieben ist das eine gefährliche Illusion.


Ein Beispiel: Bei meinem BMW 530i handhabte ich den Leerlauf jedoch nicht mutwillig während der Fahrt. Ich habe das nicht ausprobiert. Es wäre interessant zu erfahren ob das Rückwärtsfahren auch ohne Probleme funktioniert. Geht das wirklich, während man in den Leerlauf schaltet? In dieser Situation würde ich vermuten, dass das Fahrzeug einfach weiterhin im Leerlauf weiterlaufen würde – und das dabei möglicherweise ausrollen könnte.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Die technischen Feinheiten des Automatikgetriebes machen es anfällig für Schäden, wenn man nicht die richtigen Vorgehensweisen beachtet. Verhaltensweisen die für manuelles Schalten vielleicht unbedeutend sind, können bei Automatikgetrieben katastrophale Konsequenzen haben. Ein kluger Fahrer bleibt daher stets in D und schützt sein Fahrzeug.







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