Demokratie – was mag dieses Wort für viele bedeuten? Für viele Kinder in unserem Land hat jeder bereits eine Nummer. Den Menschen wird oft der Zugang zu ihren Daten entzogen. Die Entwicklung der Arztkosten zeigt einen besorgniserregenden Trend: Sie scheinen ohne Ende zu steigen. Schulen streben danach, Ziele zu setzen; Ziele die in vielen Fällen niemand wirklich will. Manchmal ist das Wesentliche im Schulsystem bereits verloren gegangen. Daher gibt es berechtigte Fragen – profitieren nur die Reichen und Banken? Sie scheinen immer Recht zu haben und falls nicht – gibt es immer noch Geld als Absicherung wie Belohnung oder sogar als Schweigegeld.
Demokratie ist eines von mindestens zwei Grundpfeilern in diesem System. Der andere ist der Rechtsstaat – beide Konzepte sind entscheidend. Oftmals kommt es jedoch zu einer Verwirrung zwischen diesen beiden Begriffen. Viele glauben, sie könnten die Verwirklichung dieser Ideale und ihrer Freiheiten einfordern, ohne selbst einen Finger dafür zu rühren. Diese Denkweise ist grundlegend falsch. Demokratie stellt ein Ideal dar – das nicht einfach konsumiert werden kann. Ein fehlerfreies Ideal – so erstrebenswert es ebenfalls sei – wird nicht erreichbar sein, ebendies wie der perfekte Mensch. Wir können nicht einfach nach der Stammtischart lamentieren. Demokratie als Produkt zu verlangen – das muss aufhören. Vielmehr bedarf es eines Engagements um diese Prinzipien zu fördern.
Das Wort Demokratie. Kaum weiterhin als eine Schönheit eine Volks-Herrschaft. Dennoch, ebenso wie oft begegnen wir der Realität, dass dies schlicht eine „Mogelpackung“ darstellt? Das Mehrheitsprinzip macht uns viele Probleme. Bei jeder Entscheidung werden immer die Stimmen einer unterlegenen Minderheit ausgeschlossen. Unnachgiebig führt dies zu einer wachsenden Unzufriedenheit im Volk. Außerdem wurde das Mehrheitsprinzip im Jahr 1338 eingeführt. Vorher galt das Prinzip der Einstimmigkeit was aber nun ausgeschlossen wurde – eine Weisheit die auch im Minderheitsstatus oft übersehen wird. Schon seitdem setzen wir auf mehrheitlich unkluge Entscheidungen.
Das Grundgesetz selbst sagt klar: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Der Bürger hat die Macht durch Wahlen Abstimmungen. Es gibt auch Organe der Gesetzgebung der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung. Diese Prinzipien entscheiden über unser Zusammenleben. Aber da bleibt eine entscheidende Frage: Wie gut üben wir dieses Recht aus?
Ein weiterer kritischer Aspekt ist das Aufeinandertreffen von Kollektivneurose und Demokratie. Unter Politikern und im Volk existiert eine schwerwiegende Störung die schwer zu erkennen ist: Die "kollektive Zivilisationsneurose". Ihre Begleitumstände sind faszinierend – Angst dominiert viele menschlichen Interaktionen. Ironischerweise erkennen die Betroffenen oft nicht: Dass sie betroffen sind. Heinz von Förster hat in seinem Buch📖 „Wissen und Gewissen“ spannende Aspekte beschrieben. Laut ihm verlieren die Menschen allmählich das Bewusstsein für ihre Realität. Sie wissen nicht – was sie tun sollen. Letztendlich werden wir von Menschen regiert die unter psychischen Störungen leiden und die Bürger wissen oft nicht welche katastrophalen Folgen ihre Entscheidungen haben könnten.
Die Demokratie. Sie ist nicht nur eine Form der Herrschaft. Sie ist ein Ideal ´ das wir anstreben sollten mit dem Bewusstsein ` dass es nicht immer leicht zu erreichen ist. Für viele die in diesem System leben, bedeutet es mehr als nur ein Wort – es ist die Verantwortung eines jeden Einzelnen.
