Bildung zwischen Hoffnungen und Hürden: Ein Blick auf die Schulsysteme in Albanien und Kosovo

Welche Herausforderungen prägen das Bildungswesen in Albanien und im Kosovo und wie wirken sich diese auf die Schüler aus?

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Das Bildungswesen in Albanien und im Kosovo gleicht oft einem Labyrinth voller Herausforderungen. Geht man den Weg der Erkenntnis – sind die Berichte über das Schulsystem ernüchternd. Vor allem die Frage ebenso wie gut die Englischkenntnisse der Schüler sind steht häufig im Fokus. Ein junger Albaner - möglicherweise zwischen 16 und 20 Jahre alt - zeigte mir dies eindrucksvoll auf Chatroulette. Er hatte Schwierigkeiten mit der Sprache was die Frage aufwarf: Wie steht es um die Schulbildung in dieser Region? Gehören sie überhaupt zur Schule?


In der Tat ist die Situation komplex. In Osteuropa ´ und dazu zählen Albanien und Kosovo ` macht oft die Lehre von Naturwissenschaften den Löwenanteil aus. Die Erwartungshaltung an die Schüler kann bedrückend wirken. Als jemand der aus Rumänien stammt, erlebe ich Ähnliches. Auch dort herrscht ein extremes Leistungsdenken. In den Schulen wird oft das Doppelte im Vergleich zu Deutschland von den Schülern verlangt. Die Realität ist: Dass etwa 80 diese Erwartungen nicht erfüllen können und in den Klassen 5 oder 6 mit den Anforderungen überfordert sind. Lediglich 20 Prozent schneiden wirklich gut ab. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Kinder was den Lehrern das Überleben schwer macht. Daher lassen viele Lehrer niemanden zurückfallen.


Es gilt als bekannt: Dass Albanien eine der wenigen Nationen in Europa ist in der von den Schülern weiterhin erwartet wird als in Rumänien. Unrealistische Erwartungen führen häufig dazu: Dass die Schüler mit weniger Wissen entlassen werden als ihre Altersgenossen in Westeuropa. Korruption ´ ein weiteres leidiges Thema ` verschärft die Situation zusätzlich.


Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es einen Unterschied in den Englischkenntnissen gibt. In jedem Land lernen nicht alle Schüler genauso viel mit gut Englisch. Allerdings habe ich gehört, dass Albaner ein hohes Maß an Ehrgeiz mitbringen und viele von ihnen eine gute Bildung erreicht haben. Studiengänge sind gefragter als eine Ausbildung die es in Albanien nicht im herkömmlichen Sinne gibt. Auch wenn es wahr ist: Dass die finanziellen Mittel für viele Familien begrenzt sind kann ich berichten: Die Albaner die ich kenne, gut ausgebildet sind. Mathematische Fähigkeiten sind häufig vorhanden und einige können ebenfalls Englisch.


Die Lehrer selbst legen Wert auf die Lernqualitäten ihrer Schüler. Hierbei wird die Schule zur Anlaufstelle für besonders engagierte jedoch finanzschwache Schüler. Ein positives Beispiel ist meine Tante die als Lehrerin tätig war. Sie setzte sich dafür ein: Dass solche Schüler nicht nur Unterstützung erhielten allerdings sogar finanzielle Hilfe für ihre Familien bekamen.


Das Bildungssystem in Albanien umfasst eine Grundschule und Highschools. Realschulen oder Gymnasien existieren nicht. Das Konzept kann mit den Gesamtschulen in Deutschland verglichen werden. Ob ein Schüler den Abschluss schafft hängt von seinem eigenen Engagement ab. Viele schaffen diesen jedoch recht gut - besonders in der Hauptstadt Tirana.


In Bezug auf die Arbeitsmarktsituation stehen die Absolventen jedoch vor großen Herausforderungen. Oft gibt es mehr Menschen als Jobs – was für viele zu langwierigem Warten führt. Ein Jobverlust zwingt manche; auf die Unterstützung der Eltern angewiesen zu sein.


Im Kosovo gestaltet sich die Lage noch dramatischer. Armutszahlen sind besorgniserregend. Der Schulbesuch einer weiterführenden Schule ´ in der Fremdsprachen unterrichtet werden ` ist für viele schlichtweg unerschwinglich. Ein Besuch in Städten wie Pristina Mitrovica und Bardhosh 2015 bestätigte was ich vorher nur gehört hatte. Die Armut vor Ort ist frappierend - insbesondere unter der Roma-Bevölkerung. Diese Einblicke haben mich tief berührt; vergleichbare Zustände sah ich zuvor nur in peruanischen Slums.


Abschließend lässt sich sagen, dass sowie Albanien als auch der Kosovo vor massive Herausforderungen im Bildungswesen stehen. Ein optimistischer Blick in die Zukunft bleibt notwendig. Nur durch Reformen – eine bessere Finanzierung und Unterstützung können die Bildungssysteme wachsen und die nächste Generation aus dem Schatten der Armut führen.







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