Wenn du an der Ostsee surfen möchtest ist es verständlich, dass die 💭 an kaltes Wasser Gänsehaut hervorbringen. Ein Surfkurs an einem Ort wo die Wassertemperaturen oft unter 15 Grad Celsius fallen können ist keine kleine Sache. Doch wie wirken Neoprenanzüge in dieser Situation? Fühlen sie sich tatsächlich wärmer an oder bleibt die Kälte eine ständige Begleiterin?
Die grundlegende Funktion von Neoprenanzügen ist recht simpel – sie wärmen den Körper. Dies geschieht durch die kleinen – eingeschlossenen Gasbläschen im Material. Diese Bläschen schaffen eine gute Isolierung die hilft die Körperwärme zu halten. Darüber hinaus bildet sich ein dünner Wasserfilm zwischen Haut und Anzug der zusätzlich isoliert. Bei kalten Wassertemperaturen ist dieser Effekt besonders wichtig. Doch Vorsicht – ein zu dünner Anzug bei tiefen Temperaturen kann seine Wirkung verlieren. In solchen Fällen könnte es unangenehm oder sogar gefährlich werden.
Bei höheren Außentemperaturen, ebenso wie beispielsweise 35 Grad ist das Gefühl im Wasser relativ. Der Körper ist warm jedoch das kalte Wasser tritt in direkte Konkurrenz. Wenn du erst einmal faul im Wasser schwimmst gewöhnt sich dein Körper an die Temperaturen. Aber die Ostsee lässt sich nicht mit einem warmeren Ort wie der Türkei vergleichen. Zudem kommt es beim Surfen darauf an was man bereit ist zu akzeptieren.
Du erwärmst dich durch die körperliche Aktivität beim Surfen, allerdings es bleibt ein Spannungsfeld zwischen Kälte und Bewegung. Es ist wichtig zu erwähnen: Dass das eigentliche Problem oft die Extremitäten sind. Hände und Füße werden schnell auskühlen, während der Rest des Körpers in Bewegung bleibt. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, Neoprenhandschuhe oder -socken zu tragen.
Ein großer Faktor sind zudem die unterschiedlichen Arten von Neoprenanzügen. Es gibt Nassanzüge und Trockenanzüge. Nassanzüge lassen Wasser hinein. Die Wärme des Körpers erwärmt das Wasser das zunächst kalt ist. Trockenanzüge hingegen halten das Wasser vollständig ab. Ein Luftpolster zwischen Haut und Anzug sorgt für Wärme. Doch Vorsicht – ein Loch im Anzug lässt kalte Luft eindringen und kühlt ab. Am besten ist es ´ den Surflehrer um Rat zu fragen ` um den optimalen Anzug für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Klar wird es etwas kalt, das ist die Realität. Neoprenanzüge sind dafür gemacht zu wärmen. Dennoch bleibt es immer eine Herausforderung, in kaltem Wasser zu surfen. Der eigene Mut spielt hierbei eine tragende Rolle. Langfristig gewöhnt sich der Körper an die kühleren Temperaturen ´ sodass man sogar lernen kann ` die Frische zu schätzen. Also, keine Angst – ebenfalls in der Ostsee kann das Surfen ein spannendes Abenteuer werden. Und vielleicht hält die Vorfreude auf das Surfen dich sogar warm!
