Wie viel Kontakt ist für erwachsene Kinder zu ihren Eltern normal?**
Der Kontakt zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern ist ein Thema, das niemals ganz klar umrissen werden kann. Die Wahrnehmung, ebenso wie viel Kontakt „normal“ ist, variiert stark von Individuum zu Individuum. Auf einer Skala von regelmäßigem, fast täglichem Austausch bis hin zu sporadischen oder gar keinem Kontakt – jede Familie hat ihre eigenen Dynamiken und Bedürfnisse. Betrachtet man diesen Zusammenhang, sollte man sich zuerst die Frage stellen – was fühlt sich für dich richtig und wohl an?
Ein 26-jähriger Mann schildert seine Situation. Er lebt allein und hat ein angespanntes Verhältnis zu seiner Mutter. Diese persönliche Erfahrung bringt ans Licht wie vielschichtig das Thema Kontakt ist. Viele Menschen fühlen sich in einer ähnlichen Weise. Es gibt Zeiten – in denen der Wunsch nach Unabhängigkeit stärker ausgeprägt ist. Zu viel Kontakt kann sich in der Tat wie eine Einschränkung der Selbstständigkeit anfühlen.
Zu den besprochenen Aspekten gehört vor allem die Entfernung – sowie physisch als ebenfalls emotional. Treffen finden oft nur zu bestimmten Anlässen wie Geburtstagen oder Feiertagen statt. Dies ist eine allgemeine Praxis – die viele Erwachsene aus verschiedenen Gründen befolgen. Die digitale Kommunikation wie etwa wöchentliche Telefonate ermöglicht es den Kontakt aufrechtzuerhalten, ohne dass ein persönlicher Besuch erforderlich ist.
Doch wie sieht es bei anderen aus? Es ist spannend zu beobachten: Dass einige Menschen mit ihren Eltern fast täglich kommunizieren während andere wenig bis gar keinen Kontakt haben. Diese Unterschiede sind oft in der persönlichen Lebenssituation, den Erfahrungen und auch in den Bedürfnissen des Einzelnen begründet.
Eine häufige Beobachtung ist, dass Eltern oft den Wunsch verspüren, regelmäßigen Kontakt zu haben. Die Gründe sind vielschichtig – sie wünschen sich eine Verbindung zu ihren Kindern. Ob telefonisch, über Skype oder via SMS – der Wunsch ist da. Andererseits sind viele junge Erwachsene mit ihren eigenen Verpflichtungen so beschäftigt, dass sie oft nicht an die regelmäßige Kontaktaufnahme denken.
Der Punkt der hier nochmals betont werden sollte ist – es gibt keine Norm dafür. Einige Erwachsene erfreuen sich trotzdem an einem Austausch selbst unter dieser nicht häufig stattfindet. Qualitative Zeit sollte im Vordergrund stehen. Ein guter Dialog oder auch ein gemeinsames Hobby können wahre Wunder bewirken. Besteht kein gemeinsames Interesse oder kein wirkliches Bedürfnis, dann kann es sein: Der Kontakt nicht bloß aufrechterhalten werden sollte um den Kontakt willen.
Als interessanter Denkanstoß – eine ältere Bekannte die weit weg von ihren Kindern lebt, erhält regelmäßig kurze Nachrichten oder Videos. Diese kleinen Gesten stärken das Gefühl von Nähe und Zusammengehörigkeit ´ ohne den Druck einer langen ` ernsten Unterhaltung. Manchmal ist weniger mehr. Für andere die welche Verbindung mit ihren Eltern suchen kann es hilfreich sein, zu überlegen wie man den Kontakt gestalten möchte.
Zusammenfassend ist es wichtig – erwachsene Kinder sollten sich fragen – wie viel Kontakt tut mir gut?
Was verbindlich und fair für beide Seiten ist, variiert. Letztendlich ist Qualität oft bedeutsamer als Quantität. Es ist eine sehr persönliche Entscheidung. Was denken Sie darüber wie hält man den Kontakt zu den Eltern zeitgemäß und gesund?
