"Bettnässen in der Pubertät: Ein ganz normales Phänomen?"

Ist es normal, mit 13 Jahren ins Bett zu machen und was bedeutet das für die Betroffenen?

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Das Thema Bettnässen im Alter von 13 Jahren – also kindliches Verhalten oder doch etwas, das Anlass zur Besorgnis gibt? Es ist allgemein bekannt, dass viele junge Menschen mit bestimmten Herausforderungen konfrontiert werden, gerade in der Übergangszeit der Pubertät jedoch nicht häufig wird über so heikle Themen offen gesprochen.

Eine Anekdote verdeutlicht die Problematik. Ein 13-jähriger Junge der im Traum auf einer 🚽 sitzt, wacht plötzlich auf. Die Frage bleibt, hat dieser Vorfall tiefere Ursachen? Peinlichkeit ist begreiflich. Viele Jugendliche würden in einer solchen Situation versucht sein, ihr Geheimnis zu bewahren. Der Junge entschloss sich jedoch – seiner Mutter von seinem Malheur zu berichten. Sie antwortete; es sei nichts Schlimmes und dass solche Dinge passieren können. Mutig ´ denn nicht viele trauen sich ` solche Themen anzusprechen.

Laut verschiedenen Studien ist in der Tat das nächtliche Einnässen, ebenfalls Enuresis genannt, keine Seltenheit – selbst bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen kann das einmal vorkommen. Viele Berichte deuten darauf hin, dass circa 1-2% der 10-Jährigen und sogar 0⸴5% der 30-Jährigen gelegentlich vom Phänomen des Bettnässens betroffen sind. Solange es nicht zur Gewohnheit wird müssen sich Betroffene keine Sorgen machen.

Besonders bemerkenswerte sind die äußeren Umstände – Stress, gesundheitliche Probleme oder das Konsumverhalten können Einfluss auf das Schlafverhalten haben. Wer schläft hat oft Träume die so lebendig sind: Dass sie den Körper täuschen. Das Gehirn spielt manchmal Spielchen; es macht aus einem Traum Wirklichkeit und anstatt zur Toilette zu gehen, wacht man im eigenen Malheur auf. Der Körper reagiert einfach auf die Situation.

Zudem scheinen die meisten Erwachsenen lächerliche Geschichten aus ihrer Jugend zu erzählen. Diese Erfahrungen sind oft verbunden mit Erkältungen oder unbewusstem Genuss von viel Wasser vor dem Schlafengehen. Interessanterweise könnte dies auch ganz handfesten wissenschaftlichen Hintergrund haben. Das Nachlassen der Fähigkeit zur Kontrolle der Blase während des Schlafs wird häufig mit sich verändernden Nervensystemen und psychischen Stressoren in Verbindung gebracht.

Die Frage ob man sich schämen sollte stellt sich vielen. Scham ist oft ein menschliches Empfinden – doch wie viele derartigen Vorfälle bleiben unausgesprochen und resultieren in einer gefühlten Isolation? Die Antwort ist klar: Gefühle der Scham sind überflüssig und unangebracht. Sie schädigen lediglich das eigene Selbstwertgefühl.

Letztendlich muss jeder für sich selbst herausfinden ebenso wie er mit solchen Ereignissen umgeht. In jedem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu wiederholten Vorfällen kommt, im größeren Konbetrachtet und statistisch betrachtet gering. Bei regelmäßigen Problemen könnte eine ärztliche Untersuchung indessen ratsam sein freilich ist das Einnässen kein Grund für unabwendbare Sorgen oder Scham.

Aufklärung und Kommunikation sind die Schlüssel. Das Verständnis, dass fast jeder das Risiko der nächtlichen Überflutung unter bestimmten Umständen trägt, wird helfen diese Hürde zu überwinden. Gerade in der Pubertät wo das eigene Bewusstsein wächst – sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen, wir sind alles Menschen; wir haben unsere Schwächen – und das ist absolut in Ordnung!






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