Die Bedeutung von "Viertel nach drei": Eine erhellende Zeitreise

Was verstehen die Menschen unter der Uhrzeit "Viertel nach drei", und welche kulturellen Unterschiede gibt es in der Uhrzeitennomenklatur?

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Die Uhrzeit „Viertel nach drei“ gibt viele Denkanstöße. Der Ausdruck bezieht sich konkret auf die Zeit 2:15 Uhr. In dieser Formulierung wird verdeutlicht, dass es sich um ein Viertel der Zeit handelt—also ein Viertel der kompletten Stunde die drei repräsentiert. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass „Dreiviertel drei“ das Gegenteil darstellt. Dieser spezifische Begriff beschreibt ganz klar 2:45 Uhr.

Man kann sich das wie einen Kuchen vorstellen—ein Drittel von drei Stunden ist demnach 45 Minuten. Wenn wir 60 Minuten als Gesamtheit sehen ist ein Viertel davon ebendies 15 Minuten. Ein Viertel von „Drei“ bedeutet also die Zeit von 2:00 um diese 15 Minuten zu erhöhen.

Viele Menschen verwenden diese Begriffe unkompliziert. Dennoch gibt es hier kulturelle Variationen. In Nürnberg wo ich herkomme, wird der Begriff „Viertel nach drei“ oft verwendet. Doch was ist mit den anderen Städten? Für viele klingt dies vielleicht wie ein Relikt aus alten Zeiten. Und die Kritik ist oft nicht weit. Manche sprechen abwertend von „Wichtigtuerei“. Diese Form der Zeitangabe wird von Experten allerdings oft mit einem Schmunzeln betrachtet.

Um das Ganze etwas aufzulockern: Wenn jemand sagt es sei 17 Minuten nach zwei macht sich oft Verwirrung breit. Warum? Die Menschen um einen herum nicht auf die „Viertel“-Nomenklatur zurückgreifen. „17 Minuten nach zwei“ wird dann für viele verständlicher. Aber das sollte nicht von der Köstlichkeit des Zeit-Slices abhalten.

Ich versuche diese Begriffe nicht zu überanalysieren. Letztlich ist es eine charmante Nuance der deutschen Sprache. „Viertel nach zwei“ - oder wie Rudi Gems sagt: „wie alle zivilisierten Menschen“.

Ein kleiner Ausblick auf die Verwendung moderner Uhren zeigt, dass immer weniger Menschen auf „Viertel“-Begriffe zurückgreifen. Digitale Zeitanzeigen fordern dazu auf exaktere Angaben zu erfassen. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2021 glauben heute 65 % der Befragten: Sie mit digitalen Uhren eine genauere Zeit erfassen können.

Die Kunst der zeitgenauen Kommunikation wird also mit der Zeit vielleicht etwas eintöniger. Doch Spaß und Bedeutung hinter Zeitangaben bleiben, einfach ausgedrückt—wir vergessen nicht, dass Zeit weiterhin ist als nur Zahlen.






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