Die unerklärliche Antipathie: Ein Einblick in menschliche Abneigungen

Was steckt hinter der Abneigung gegen bestimmte Menschen und wie beeinflusst sie unser Verhalten?

Uhr
Antipathie ist ein faszinierendes Phänomen der menschlichen Interaktion. Viele von uns haben Erfahrungen gemacht. Ein Blick genügt. Ein Gefühl der Abneigung tritt oft ohne erkennbare Ursache auf. Vor allem beim Treffen neuer Personen kann es passieren, dass wir uns unwohl fühlen – und das unabhängig von ihrem Aussehen, ihrer Nationalität oder ihrem Alter. In solchen Momenten kann es scheinen wie würden wir das "Böse" oder das "Unreine" im anderen Menschen wahrnehmen. Aber woher kommt dieses Gefühl?

Mit der Frage des ersten Befragten sind wir vielleicht nicht allein. Auch viele Menschen bestätigen ´ dass sie sofort wissen ` ob jemand ihnen sympathisch ist oder nicht. Dieser Eindruck basiert oft auf den ersten Begegnungen. Manchmal sind wir schnell in der Lage, ein Urteil zu fällen – und oft wird dieser erste Eindruck durch das fortlaufende Verhalten der Person bestätigt. Durch sein Verhalten gibt es jedoch ebenfalls Grenzen. Nettigkeit allein reicht nicht aus – Respektvoll zu sein sollte immer Teil unseres Verhaltens sein egal wie man zu einer Person steht.

Kurioserweise beschreibt eine andere Perspektive eine Art von umgekehrter Antipathie. Hier wird das mangelnde Selbstbewusstsein als Einflussfaktor ins Spiel gebracht. Charakterstärke könnte entscheidend sein. Wer selbstbewusst auftritt – kann oftmsowie den Blicken anderer folgen. Eine einfache Verbindung zwischen Charakter und Wahrnehmung ist angedeutet. Der Blickkontakt kann Offenheit signalisieren und hilft möglicherweise, eine Verbindung herzustellen. Unwohlsein entsteht häufig – gerade durch fehlenden Blickkontakt.

Die Gründe für solche Abneigungen sind vielfältig. Verschiedene Gesichtsformen – Gangarten oder bestimmte Ausdrücke können unser Empfinden beeinflussen. Vielleicht spüren wir Instinkte die uns helfen zu entscheiden wem wir vertrauen können und wem nicht. Möglicherweise sind wir sensibilisiert dafür wenn jemand vorgibt etwas zu sein was er nicht ist. Diese Unstimmigkeit kann Antipathie hervorrufen. Intoleranz und festgefahrene Moralvorstellungen spielen dabei oft eine Rolle. Wir fühlen uns in der Umgebung von Menschen unwohl die uns unsympathisch erscheinen.

Ein besonders interessanter Aspekt ist der Instinkt. Bei vielen ist dieser nicht genauso viel mit stark ausgeprägt. Jemand begegnet uns an der Bushaltestelle. Vielleicht wissen wir nichts über ihn empfinden jedoch eine starke Abneigung. Der Gesichtsausdruck wirkt unfreundlich auf uns. Diese Unkenntnis steht im Widerspruch zur ausgeprägten negativen Emotion. Wir wissen nichts über diesen Menschen. Eine interessante Facette der menschlichen Wahrnehmung.

Letztendlich ist Abneigung nicht nur eine persönliche Empfindung, allerdings auch ein Bestandteil der menschlichen Natur. Unterschiedliche Charaktere passen zueinander oder eben nicht. Menschen neigen dazu ´ Verhaltensweisen zu meiden ` die ihnen unangenehm sind. Oft spüren wir bereits an den Äußerlichkeiten, ebenso wie wir uns zu jemandem fühlen. Äußerliche Merkmale können entscheidend sein für unsere innere Haltung. Antipathie ist ´ wie Sympathie ` ein grundlegender Aspekt des menschlichen Miteinanders.

In der heutigen Gesellschaft sollten wir immer versuchen unsere Antipathien zu reflektieren. Fragen wir uns – ob diese Abneigungen tatsächlich gerechtfertigt sind. Es lohnt sich; den eigenen Instinkt zu hinterfragen und zu verstehen. Schließlich kann das Verständnis für unsere Abneigungen und Gespräche darüber zu einem tieferen Verständnis des menschlichen Miteinanders führen.






Anzeige