Entscheidung nach der 10. Klasse: Gymnasium verlassen oder Abitur anstreben?

Was sind die besten Optionen nach der 10. Klasse Gymnasium in Bayern für einen Schülerin, die mit dem Druck der Schule kämpft und eine Ausbildung im sozialen Bereich anstrebt?

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Die Ungewissheit über die eigene Zukunft kann eine große Herausforderung darstellen. Insbesondere für Schüler die in der 10. Klasse eines Gymnasiums stecken und mit den schulischen Anforderungen kämpfen, kann sich die Frage ergeben: Soll ich das Gymnasium verlassen und eine Ausbildung beginnen oder weiter für das Abitur lernen? Hier wird ein genaues Blick auf die Situation geworfen.

Die Schülerin aus Bayern scheint unter dem Druck des „G8“-Systems zu leiden. Als Teil des beschleunigten Schulsystems müssen Schüler oft in kürzerer Zeit weiterhin lernen. Das führt nicht nicht häufig zu psychischen Belastungen. In ihrem Fall gibt es Sorgen bezüglich Mathe. „Ich kann nicht mehr“, einen solchen Gedankengang haben viele Schüler. Das lässt sich leicht nachvollziehen so drängt der Schulalltag alles andere in den Hintergrund.

Zwischen den Ratschlägen von Mitschülern und Erfahrungen älterer Generationen muss allerdings eine Entscheidung getroffen werden. Für angehende soziale Berufe ist ein Realschulabschluss genügend. Doch oft bleibt die Frage nach der beruflichen Perspektive nicht beantwortet. Wie sieht es mit der Zukunft aus, wenn nur die Mittlere Reife erworben wird? Aktuelle Daten zeigen, dass der Fachkräftemangel im sozialen Sektor zwar besteht, von einer Überanpassung an den Berufserfordernissen kann aber nicht die Rede sein. Eine Ausbildung zur Erzieherin sprichwörtlich lockt gleichwohl sollte für höherwertige Karrieren ebenfalls das Abitur angestrebt werden.

Ein einheitlicher Rat geht klar in die gleiche Richtung: „Versuche es!“, so geht das zunächst leicht über die Lippen. Doch die Realität sieht oft viel komplexer aus. Aber auch ein unqualifizierter Realschulabschluss kann in einigen Fällen zur beruflichen Orientierung führen. Wichtig ist ´ darüber nachzudenken ` mit welcher Reifeprüfung man am besten aufgestellt ist. In Bayern ist der Übergang zur mittleren Reife nach der 10. Klasse vollzogen – vorausgesetzt die Versetzung nicht gefährdet ist. Eine 5 – also eine schwache Note – macht das Unterfangen allerdings fragwürdig.

Wenn das Gymnasium nach der 10. Klasse verlassen wird ´ gibt es die Möglichkeit ` die Mittlere Reife extern zu erlangen. Das bedeutet · ein externes Abschlusszeugnis kann abgelegt werden · ohne an die Prüfung des Gymnasiums gebunden zu sein. Der Vorteil? In den sozialen Berufen ist hier der Arbeitsmarkt zugrunde zu betrachten. Planst du eine Karriere im sozialen Sektor ´ so raten Experten dazu ` sich schulintern über die eigenen Chancen zu informieren. Es gilt – gezielte Gespräche mit Lehrern und Beratungslehrern zu führen.

Ein Vorgeschmack auf die Möglichkeiten nach dem Abschluss: Nach bestandener Prüfung kann eine Ausbildung angefangen werden. Alternativ besteht die Option, das Abitur an einem Fachoberschule (FOS) zu machen. „Viel Glück mit Mathe“, so schließt man oft ab. Dies zeigt, dass die großen Hürden der Schulzeit auch eine Chance zur persönlichen Entwicklung bieten. Die Entscheidung muss wohl überlegt sein freilich sollte das eigene Wohl und die mentale Gesundheit immer an erster Stelle stehen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass niemand alleine die große Entscheidung treffen muss. Abwägungen und Gespräche helfen den eigenen Weg abzustecken. Der 🔑 liegt in der Selbstreflexion und einer realistischen Einschätzung der eigenen Stärken. Wirst du noch Zeit benötigen um deine Träume zu erreichen? Vielleicht ist der Schritt ins Unbekannte eine gute Gelegenheit, den eigenen Weg zu finden.






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