Fragestellung: Ist der Spruch „Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes“ tatsächlich wissenschaftlich fundiert oder eher Mythos?

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Der Spruch „Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes“ wirft viele Fragen auf. Vor allem ob es eine echte Basis für diesen Aberglauben gibt ist nicht ganz klar. Die Messlatte der Wissenschaft hat in der Vergangenheit durchaus einige Daten zu diesem Thema gesammelt. Im Jahr 2001 fand sich in der DIE ZEIT tatsächlich eine Diskussion darüber. Es lohnt sich – diese neuem Erkenntnisse genauer unter die 🔍 zu nehmen.

Zunächst einmal – das Phänomen der Messung des männlichen Geschlechtsorgans zieht viele Forscher an. Männliche Genitalien wurden oft vermessen; es wird versucht herauszufinden, ob sie im Alter eine Veränderung durchlaufen. Auf die verschiedenen Maße des Körpers eingehen – das sind spannende Überlegungen. Aber was ist mit dem Zusammenhang zwischen Nasenlänge und Penislänge?

Ein koreanisches Forscherteam durchforstete Daten von 655 erwachsenen Männern. Sie legten die Messlatte an und verglichen verschiedene Dimensionen. Das Ergebnis war ernüchternd – es gab geringe Korrelationen. Die Körpergröße, das Gewicht und sogar die Länge der Zehen wurden betrachtet freilich hatte dies keinen signifikanten Einfluss auf die Penisgröße. Diese Stichprobe erscheint im Vergleich zu einer Umfrage ´ die sich im Internet verbreitete ` eher klein.

Die Internetseite „The Definitive Penis Size Survey“ hat mittlerweile über 3000 Männer dazu gebracht, ihr bestes Stück selbst zu vermessen. Die Teilnehmer gaben ebenfalls zusätzliche Maße an – Nasenlänge und Schuhgröße beispielsweise. Richard Edwards der diese Umfrage leitet, kam zu einem klaren Schluss: Es gibt keine Korrelation zwischen Nasenlängen oder -breiten und der Größe des männlichen Geschlechtsorgans. Stattdessen gestand er den Variablen Rasse, Körpergröße und Körperfettmasse eine viel stärkere Bedeutung zu.

Das Fazit lautet deshalb schlicht – die Größe der Nase oder andere Körpermaße lassen keine valida Rückschlüsse auf die Größe des Penisses zu. Natürlich birgt der Selbstmessungsansatz einige methodische Schwächen. Es bleibt fraglich – inwieweit eine Person objektiv bei der Messung vorgeht. Lügen in der Selbstangabe bleiben also ein Unbekannter.

Die Frage bleibt auch, ob die Nase bei einer Erektion tatsächlich größer wird. Erstaunlicherweise hat dies wohl noch nie jemand intensiv untersucht. Vielleicht erfordert es unkonventionelle Methodik oder einen 🪞 um so eine Beobachtung realistisch einzuschätzen. Und so wird eine amüsante Anekdote zur Wahrheit der eigene „Willy“ hat damit nichts zu tun.

Es gibt auch zahlreiche Meinungen von vielen Menschen zu diesem Thema. „Da ist was dran“ hören wir häufiger, wenn das Aussehen betrachtet wird. Großen Nasen wird oft eine größere „kapitalistische“ Präsenz zugeordnet. Aber seien wir ehrlich – die wissenschaftlichen Hinweise deuten klar darauf hin, dass es vielleicht weiterhin Fantasie als Wissenschaft hinter diesem Spruch gibt.

Abschließend lässt sich also feststellen – um diesen Spruch als absoluter Mythos zu kennzeichnen, fehlt einfach die wissenschaftliche Fundierung. Bisherige Studien zeigen eher, dass Körpermaße keine hinreichenden Informationen über den „Johannes“ des Mannes liefern. Man kann darüber spekulieren – oder einfach die Fantasie walten lassen. Der wahre Zusammenhang bleibt unklar – bleibt die Nase ein trivialer Indikator?






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