Die ständige Flucht - Warum einige Menschen immer unterwegs sind

Was steckt hinter dem unermüdlichen Streben nach sozialen Kontakten und Abwechslung?

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In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft fragen sich viele » was im Inneren von Menschen vorgeht « die ständig unterwegs sind. Klappt das überhaupt mit einer Partnerschaft? Auf der Suche nach Antworten stoßen wir auf tiefere psychologische Aspekte der menschlichen Natur. Der fallweise thematisierte Fall einer Frau wirft zahlreiche Fragen auf. Sie jagt von einem sozialen Event zum nächsten und findet kaum Zeit für Entspannung.

Zunächst ist es essenziell zwischen Introvertierten und Extravertierten zu unterscheiden. Extravertierte Menschen neigen dazu – ihre Energie aus sozialen Interaktionen zu schöpfen. Sie suchen ständig das Rampenlicht und wollen in der Gesellschaft glänzen. Ihre Lebensweise bedarf einer gewissen Anregung um sich lebendig zu fühlen. Es kann sein – dass diese Frau eine solche Extraversion verkörpert. Laut dem Psychologen Hans Eysenck besitzen solche Typen eine verstärkte kortikale Hemmung. Die Wahrnehmung des eigenen Wohlbefindens hängt entscheidend von der Menge an Reizen ab die auf sie einströmen.

Was bedeutet das genau? Ganz einfach. Diese Menschen fühlen sich oft nur in Bewegung wohl. Sie benötigen ständig neue stimuli um sich lebendig zu fühlen. Bei ruhigen Phasen empfinden sie Langeweile oder Unruhe. Wenn demnach der Partner eher dazu neigt ´ entspannte Abende zu verbringen ` könnte dies eine Spannungsquelle sein. Bei dieser Dynamik wird deutlich – dass eine grundlegende Unvereinbarkeit existiert.

Ein neues Gedankenspiel könnte verdeutlichen was in der Person vor sich geht. Ist sie vielleicht hyperaktiv? Solche Eigenschaften können gravierende Auswirkungen auf eine Beziehung haben. Alternativ könnte es ebenfalls sein: Dass sie von ihrem Partner nicht verstanden wird. In diesem Fall wäre es ratsam, das 💬 zu suchen und die Unterschiede offen zu thematisieren. Wo stehe ich wo steht mein Partner? Solche Reflexionen fördern die Intimität.

Gibt es noch andere mögliche Gründe für ihr Verhalten? Es ist denkbar – dass bei ihr tiefere psychologische Probleme vorliegen. „Flucht in die Ferne“ - dieser Ausdruck fasst zusammen, ebenso wie manche Menschen sich vor ihren inneren Konflikten verbergen. Wenn wir diese Frauen oder Männer betrachten, erkennen wir, dass sie häufig von inneren Ängsten oder Unsicherheiten getrieben werden. Treibende Kräfte können unerledigte emotionale Konflikte oder vergangene Verletzungen sein. Diese Menschen wechseln oft ihre sozialen Kontakte und suchen unermüdlich nach Neuem um ihre innere Leere zu füllen.

In den meisten Fällen sind die unberechenbaren Verhaltensmustern nicht nur eine Begleiterscheinung, allerdings symptomatisch für tieferliegende Probleme. Ein Vorschlag könnte sein die Partnerschaft durch eine Therapie zu verstärken. Paartherapien bringen oftmals ans Licht was unter der Oberfläche brodelt. Dort können gemeinsam Wege gefunden werden um gegenseitig Verständnis füreinander aufzubauen.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass ständig umherziehende Menschen nicht nur Spaß an der sozialen Interaktion haben. Vielmehr möchte man tief in den Innenleben auch einige Ängste und Unsicherheiten überwinden. Ständiger Kontakt zu neuen Menschen füllt zwar kurzfristig eine Leere, löst aber auf Dauer keine Probleme. Horizonte zu erweitern ist wichtig und gleichzeitig tut es gut, sich auf den Partner zu konzentrieren.






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