MTA oder BTA: Gibt es einen bedeutenden Unterschied?

Wie unterscheiden sich Medizinisch-Technische Assistenten (MTA) und Biologisch-Technische Assistenten (BTA) in ihrem Arbeitsfeld und ihren Aufgaben?

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Einst ein oft vernachlässigtes Thema, drängt sich nun die Frage auf: Sind MTA und BTA wirklich so unterschiedlich? Viele verzweifeln beim Vergleich dieser beiden Berufsgruppen. Ihre Aufgaben scheinen sich zu überschneiden. In der Tat kann man zu dem Schluss kommen: Dass beidein medizinischen und biologischen Bereichen tätig sind. Doch die Unterschiede sind beachtlich. Da ist zunächst die Ausbildung auf die eine detaillierte Betrachtung geworfen werden sollte.

Die Medizinisch-Technischen Assistenten—im Volksmund als MTA bekannt—haben vor allem einen starken Fokus auf die medizinischen Verfahren. An erster Stelle steht die Diagnostik von Blut Urin und anderen menschlichen Sekreten. Hierbei lernen sie – Tests durchzuführen und Ergebnisse anzufertigen. In der medizinischen Diagnosik wird viel Verantwortung übernommen; manchmal dürfen sie sogar Diagnosen vorschlagen die der behandelnde Arzt absegnen muss. Das angesprochene Themenfeld ist vielseitig und knapp. Aber sind BTAs wirklich nur die zweite Wahl? Man würde ja fast meinen sie stünden im Schatten.

Auf der anderen Hand sind die Biologisch-Technischen Assistenten, also BTAs, tief im biologischen Feld verankert. Ihre Aufgabengebiete sind häufig forschungsorientiert. Tierversuche, Pflanzenforschung oder molekularbiologische Methoden - das sind einige Gebiete wo sie glänzen können. Die BTA-Ausbildung ist also eher auf den wissenschaftlichen Bereich ausgerichtet. In den letzten Jahren ´ so zeigt eine Umfrage unter Instituten ` ist die Nachfrage nach BTAs in der Forschung jedoch steigend. Dies könnte auf eine verstärkte Biotechnologisierung der Labore hindeuten. Forschungslabors suchen häufiger sowie nach MTAs als ebenfalls nach BTAs. Hierbei sind die Grenzen fließend.

In vielen Laboren » die sowohl Diagnostik als auch Forschung anbieten « kann man durchaus eine Zusammenarbeit zwischen MTAs und BTAs beobachten. Besonders bei der Entwicklung neuer molekularbiologischer Methoden wird oft auf die Expertise beider Gruppen zurückgegriffen. Dennoch gibt es immer noch Vorurteile gegenüber der Position der BTAs. Sie scheinen in der Hierarchie der Laboranten in vielen Fällen hinter den MTAs zurückzufallen. Diese Auffassung könnte in einer analogen Tradition verwurzelt sein die besagt: Wer das Blut berührt der wird für besser gehalten.

Bezüglich der Bezahlung ist es interessant. Wie eine aktuelle Studie zeigt – verdienen MTAs oftmals weiterhin als BTAs. Dies geschieht auch obwohl BTAs anspruchsvolle Aufgaben in der Forschung übernehmen. Als jemand der in beiden Bereichen tätig war, frage ich mich oft: Ist dieses Gefälle tatsächlich gerechtfertigt? Sind die Erfahrungen die BTAs in der Recherche und Entwicklung mitbringen, nicht ähnelt wertvoll? An dieser Stelle kommen dann oft Argumente auf die sich auf die Verantwortung für die Behandlung von Patienten stützen.

Mit dieser Hintergrundanalyse zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Bei der Frage, ob MTA und BTA das Gleiche sind, fällt schnell der Satz: „Man müsste tatsächlich differenzieren.“ Sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, zeichnen sich jedoch durch Synergie aus. Während die MTA im medizinischen Sektor die Nase vorn haben, kann der BTA's Platz in der Forschung nicht einfach ignoriert werden. Wichtig wird es sein ein Bewusstsein für die jeweiligen Stärken und Herausforderungen der beiden Berufsgruppen zu ausarbeiten um so eine wertschätzende Zusammenarbeit in der Praxis zu fördern.






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