Die richtige Verkleidung für Fachwerkhäuser – OSB-Platten, Putz und Klinkerriemchen im Test

Welche Materialien eignen sich am besten zur Verkleidung von Fachwerkfeldern, wenn keine Steine verwendet werden dürfen?

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Die Faszination für Fachwerkhäuser bleibt ungebrochen. Die Freude an diesen nostalgischen Bauwerken führt oft zu Herausforderungen in der Gestaltung. Vor allem – wenn es um die Verkleidung der Felder geht. Im gegebenen Fall stellt sich die Frage: Sind OSB-Platten eine geeignete Lösung um die Fachwerkfelder zu verkleiden? Und wie verhält es sich mit Putz oder Klinkerriemchen?

Ein Gartenhäuschen » das in Sichtfachwerk erstellt wurde « präsentiert urige Eleganz. Doch bei einer solchen Konstruktion sind einige Dinge zu beachten. Die Verwendung von OSB-Platten könnte eine praktische und kostengünstige Lösung darstellen. Dennoch bleiben Fragen unbeantwortet. Wie steht es um die Dauerhaftigkeit des Putzes oder der Klinkerriemchen auf der OSB-Platte? Ein unschönes Ergebnis widerspricht den Zielen ambitionierter Bauherren.

Ein Beispiel von jemandem der eine ähnliche Herausforderung bewältigen musste, zeigt eine mögliche Lösung. Auf der Terassenwand wurden grüne Rigipsplatten verwendet. Diese wurden verputzt und flexible Klinkerriemchen namens „Elastholith“ wurden darauf geklebt. Damit sei es möglich die Riemchen wie beim Verlegen von Fliesen zu schneiden und einfach aufzukleben. Ein kluger Trick: Die Fugen wurden mit einem feuchten Pinsel verwischt. Das Ergebnis war schlicht und ergreifend beeindruckend. Schnell und unkompliziert – das klingt vielversprechend.

Aber der Diskurs bleibt lebhaft. Man könnte fast meinen: Dass einige Diskussionsteilnehmer es mit dem Argument des Sichtfachwerks zu weit treiben. Die Anregung die Felder mit Weidenstöcken und Lehm auszufüllen, könnte eine sehr natürliche Lösung bieten. Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz eines Lochbohrers um die Platten zu gestalten. Verschiedene Techniken existieren. Aber die Frage bleibt: Warum darf kein Stein verwendet werden?

Ein wesentliches Problem zeigt sich, wenn der Verfasser der ursprünglichen Frage versichert, dass OSB-Platten ständig in Bewegung sind. Ein starrer Baustoff kann durch die natürliche Bewegung des Holzes schnell problematisch werden. Risse zwischen dem Putz und dem Gefache werden möglicherweise entstehen was zu einem vorzeitigen Verfall der Platten führen könnte.

Die Vermeidung von Stein in der Ausfachung zwingt ähnlich wie zu kreativen Lösungen. Im Grunde genommen erfordert das Fachwerk Wissen über das richtige Material. Fachlich akzeptable Ausführungen sind häufig auf langfristige Lösungen ausgelegt. Daher sollten die Anforderungen an die Materialien gut überlegt sein. Ein schneller Sieg könnte am Ende zu einem Fiasko führen.

In Anbetracht all dieser Überlegungen bleibt festzuhalten: Während OSB-Platten eine Option sind, könnte eine Kombination aus verschiedenen Materialien und Techniken die bessere Lösung darstellen. Es bleibt nur zu hoffen – dass sich die Träume von einem gelungenen Fachwerk nicht in Risse und schäbige Putzschichten verwandeln. Schließlich ist der Wunsch nach Liebe zum Detail und Langlebigkeit in jedem Bauprojekt unabdingbar.






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