Die Sprachgesteuerte Kommunikation: Warum wir den Mund synchron bewegen

Warum bewegen Menschen oft ihren Mund, während sie zuhören oder sprechen?

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Das Phänomen des Mitbewegens des Mundes beim Zuhören wird immer wieder beobachtet. Menschen scheinen unbewusst ihren Mund zu artikulieren. Eine interessante Facette der menschlichen Kommunikation. Ein Grund könnte die Konzentration sein. Wer gut zuhört ´ neigt dazu ` sich körperlich stärker zu engagieren. Dies könnte helfen den Inhalt besser zu erfassen.

Zusätzlich kommen Schwerhörige viel öfter in den Fokus dieser Diskussion. Viele von ihnen lesen die Lippen ihrer Gesprächspartner. Sie versuchen – die Worte visuell zu erfassen. Das kann helfen; den Inhalt zu verstehen. Vielleicht kann man ebenfalls sagen – dass sie diesen Prozess mit ihrer eigenen Mundbewegung begünstigen. Dies geschieht unwillkürlich. Oft verläuft das Geschehen so schnell: Dass niemand es merkt.

Ein weiterer interessanter Aspekt sind die Spiegelneuronen. Diese faszinierenden Zellen spielen eine zentrale Rolle in der Empathie. Man gähnt ´ wenn andere gähnen ` das ist bekannt. Lachen bewirkt das Gleiche. Vielleicht sind diese Spiegelneuronen auch für das Mundbewegen verantwortlich. Dieses Phänomen stärkt das Gefühl der Verbundenheit in der Kommunikation.

In der Altersforschung zeigt sich: Dass vor allem ältere Menschen die schwerhörig sind dazu neigen, ihre Münder mit zu bewegen. Ein nachvollziehbarer Versuch – das Hören zu erleichtern. Es ist durchaus möglich ´ dass sich ältere Menschen so versuchen ` einen klareren Zugang zum Gesagten zu verschaffen. Sie könnten innerlich das Gesprochene nachsprechen während sie zuhören.

Allerdings gibt es auch Gesichtspunkte die eine humorvolle Seite mit sich bringen. Wer solche Gesten bei anderen sieht – kann sich nicht immer ein Lachen verkneifen. Der Effekt des Mundbewegens kann für Außenstehende komisch wirken. Auf der anderen Seite kann es die Konzentration beeinträchtigen. Es stellen sich Fragen – ebenso wie man in solchen Momenten seinerseits reagiert.

Neueste Studien belegen: Dass diese körperlichen Bewegungen die Gedächtnisfunktionen fördern können. In einem Experiment zeigten Probanden die beim Zuhören aktiver mit ihren Lippen arbeiteten, eine höhere Erinnerungsrate. Zusätzliche Beweise deuten darauf hin: Dass die Synchronisation des Mundes mit der Sprache eine tiefere Verarbeitung des Gehörten bewirken kann.

Zusammenfassend kann man sagen: Dass das Mitbewegen des Mundes während der Kommunikation ein komplexes Phänomen ist. Es berührt sowie neurologische als auch psychologische Aspekte. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Indem wir die Mechanismen verstehen ´ die hinter dieser Verhaltensweise stehen ` können wir unsere eigene Kommunikationsweise vielleicht noch besser anpassen. So stehen wir im Dialog und bringen unsere 💭 klarer zum Ausdruck.






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