Religiöse Symbole im Polizeidienst – Eine Umstrittene Frage

Kann man bei der Polizei in Deutschland mit Kopftuch arbeiten?

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In Deutschland wird das Thema religiöse Symbole im öffentlichen Dienst hitzig diskutiert. Insbesondere muslimische Frauen haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Das Kopftuch – ein Symbol des Glaubens – wird nicht immer akzeptiert. Viele Menschen reagieren skeptisch. Sie stellen die Integration und Emanzipation in Frage. Das Beispiel einer Verkehrspolizistin in Berlin sorgt für Aufsehen. Sie trug ein Kopftuch unter ihrer Polizeimütze. Solche Sichtungen sind nicht häufig. In klar abgegrenzten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kann man den Eindruck gewinnen, dass Vertrauen gemieden wird.

Die gesellschaftliche Wahrnehmung in Deutschland unterscheidet sich deutlich von Ländern wie Schweden oder Großbritannien. Dort ist das Tragen von Kopfbedeckungen im Dienst erlaubt und sorgt nicht für Aufregung. Ein Gesetz legt in Deutschland fest – dass niemand wegen seiner religiösen Zugehörigkeit abgelehnt werden darf. Dennoch ist die Realität oft eine andere. Bewerbungen von Frauen die ein Kopftuch tragen, könnten auf Ablehnung stoßen. Das ist ein bedenklicher Umstand. Die Bewerberin sollte sich dennoch nicht entmutigen lassen. Eine Bewerbung bietet die Chance – die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Es bleibt jedoch die Frage ebenso wie die Personalverantwortlichen einer Polizeibehörde die Thematik handhaben. Der Entscheidungsprozess könnte von persönlichen Ansichten geprägt sein. So versteckt sich in formulierten Absagen möglicherweise der wahre Grund für eine Ablehnung. Vorurteile können wie Schatten über den Köpfen der Bewerberinnen schweben. So wie die Polizei in der Öffentlichkeit auftritt, interpretiert man das Erscheinungsbild häufig als Zeichen von Zugehörigkeit oder Ausschluss. Das ist schade und wenig zukunftsorientiert.

Zusätzliche Aspekte wie die gesellschaftliche Entwicklung sind ähnlich wie relevant. Vorurteile und Unwissenheit scheinen zuzunehmen. Laut aktuellen Studien haben diskriminierende Ansichten über Herkunft und Glauben zugenommen. Eine solche Entwicklung kann schwerwiegende Folgen für das gesellschaftliche Miteinander haben.

Ein Kopftuch » so simpel und unschuldig es erscheinen mag « könnte für manche eine erklärungsbedürftige Provokation sein. Dusselige Ansichten über Kopfbedeckungen drücken sich oft in tief verankerten Vorurteilen aus. Wer die Flucht vor verheerenden Lebenssituationen miterlebt hat, sollte Verständnis finden. Über die Religion sollte man nicht urteilen, ohne die Gesamtheit der kulturellen Faktoren zu berücksichtigen.

In diesem Konist der Verweis auf das Hakenkreuz irreführend. So wie viele ihre Vergangenheit hinter sich lassen ist Integration ebenfalls eine Frage von Toleranz und Verständnis. Unser Geschick sollte in der Akzeptanz der Vielfalt liegen. Wenn ein Pluralismus in der Gesellschaft blühen soll muss der Polizeidienst ein Beispiel geben.

Insgesamt ist es lohnend sich auf eine Bewerbung bei der Polizei einzulassen obwohl Hürden existieren. Der Fortschritt liegt im Mut zur Selbstverwirklichung. Auch wenn Hindernisse bestehen – die Chance auf Veränderung ist eine Kraft. Möglich ist vieles könnte man oft denken. Es bleibt täglich zu hoffen, dass Vorurteile schmelzen und der Diskurs über Vielfalt fruchtbare Ergebnisse hervorbringt.






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