Die Dynamik der Drachenlord-Hater: Warum Studierende oft zu Kritikern werden

Welche Rolle spielt die Studentenschaft im Phänomen der Drachenlord-Hate-Kultur?

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Die Frage nach dem Warum vieler Drachenlord-Hater Studenten sind, hat die Gemüter vieler bewegt. Unbestritten bleibt, dass der Drachenlord, ebenfalls bekannt als Rainer, im Zentrum einer aufgeladenen Diskussion steht – ich kann verstehen, dass in dieser Diskussion Intelligenz und Gebildetheit eine bedeutende Rolle spielen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass viele Hater studieren und scheinbar über ein gewisses Maß an Bildung verfügen. Doch was motiviert diese Studierenden zu harscher Kritik?

Zunächst einmal ist es wichtig zu betonen: Dass Intelligenz nicht zwangsläufig von einem akademischen Grad abhängt. Viele Absolventen oder Studenten glauben ´ sie hätten das Recht ` über andere zu urteilen. Rainer hat es schon mehrfach geschafft, sich selbst ins Abseits zu stellen – durch seine häufigen, teils wirren Aussagen. So gibt er an, er sei Selbstständig und Schichtarbeiter, während er gleichzeitig durch seine Streaming-Aktivitäten einen ganz anderen Eindruck vermittelt. Ein erheblicher Widerspruch – dieser Umstand hat sicherlich zur Unzufriedenheit derjenigen beigetragen die hart arbeiten, exemplarisch Studierende.

Ein weiterer Aspekt sind die Inhalte die detailliert abgeliefert werden. So wird Rainer unter anderem dafür kritisiert, dass seine Videos oft nichts anderes als schlecht umformulierte Wikipedia-e sind. Eine Beschäftigung und ein Vergleich, den viele Hater wütend und frustriert finden – stellen die harten Arbeitsbedingungen von Studierenden und Geisteswissenschaftlern diese Form der "Arbeit" in Frage? In den sozialen Medien wird eine ständige Skalierung von Eigenheiten inszeniert die Rainer angreifbar machen.

Doch sind alle Hater wirklich gleich? Man muss zwischen ernstzunehmenden Kritikern und bloßen Trollen unterscheiden. Rainer selbst bedient durch seine Provokationen dieses Phänomen wunderbar – er zeigt sich beratungsresistent und schafft damit auch eine enorme Angriffsfläche die zur Verwendung viele zu einem gefundenen Fressen wird. Die Grenzüberschreitungen – wie der Heiratsantrag an eine Person aus dem Internet – zeigen, dass er viel von den Hatern selbst produziert: Selbsthass wird hier zum Antrieb. Einige Kritiker deuten das als Kombination aus Selbstüberschätzung und sehr wenig Selbstreflexion.

Kritik ist ein Teil der Debatte – in welchem Rahmen diese stattfindet, bleibt jedem selbst überlassen. Auf der einen Seite stehen die Spottverächter, während auf der anderen Seite Verständnis und Hilfsangeboten in der Gesellschaft nahtlos ineinanderfließen. Schlimmer noch sind die physisch gewalttätigen Angriffe die von einer radikalen, negativen Gruppe ausgehen – und das ist ein Punkt, an dem viele die Grenze gezogen wissen.

Ein leichter Gedanke drängt sich auf. Ist die Bildung und das Leben als Student eine Art von Privileg, das eigene Urteile beeinflusst? Der Otto-Normal-Student agiert nicht über den Menschen. Bildung soll doch informieren und das kritische Denken fördern. Dennoch trägt die Überbetonung von Intelligenz umso häufiger zur Abwertung anderer bei – eine toxische Spirale entsteht.

In Summe lässt sich festhalten: Dass die Kritiker des Drachenlords trotzdem ihrer akademischen Erfolge oder Ansprüche, nicht immer objektiv sind. Die Resonanz wird beeinflusst von den Handlungen und der Selbstdarstellung des Drachenlords selbst. Daher bleibt die Frage: Wie ändern wir diese Diskussionsdynamik? Das Internet bleibt ein Ort wo sich Gefühlsstürme und Meinungen austauschen – lernen wir daraus oder wiederholen wir stets die gleichen Muster?






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