Das Mysterium des Zugangs nach Mekka: Einblicke und Überlegungen

Was sollten Nicht-Muslime über einen Besuch in Mekka wissen?

Uhr
Der Aufenthalt in Mekka der heiligsten Stadt des Islam ist für Nicht-Muslime eine komplexe Angelegenheit. Entgegen weit verbreiteter Annahmen — es gibt strenge Regeln und Vorschriften die den Zutritt zur Stadt regeln. Der direkte Zugang zur Kaaba bleibt für Nicht-Muslime strikt verboten — dies erstreckt sich auf einen festgelegten Umkreis der einige Kilometer umfasst. Insbesondere der Zugang zur Kaaba wird als absolut tabu betrachtet. Ein Schritt über diese Grenze könnte nicht nur als respektlos, allerdings ebenfalls als äußerst gefährlich angesehen werden.

Historisch gesehen waren Andersgläubige in Mekka noch vor wenigen Jahrzehnten stark gefährdet. Ein Aufeinandertreffen mit einem Christen konnte unter bestimmten Umständen fatale Folgen haben. Der Hass gegen Ungläubige war manifest und führte häufig zu brutalen Strafen. Heute hat sich das Klima des Miteinanders in vielen muslimischen Ländern modernisiert — nichtsdestotrotz bleibt Mekka eine Ausnahme. Die strengen religiösen Gepflogenheiten haben sich nicht grundlegend verändert.

Trotz dieser strengen Regeln sollte man die Religion des Islam nicht missverstehen. Tatsächlich zeigt der Islam eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber anderen Religionen. Der Vergleich mit dem Christentum und dem Judentum eröffnet Interessantes — in Istanbul beispielsweise einem Zeichen des kulturellen Zusammenlebens stehen eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge direkt nebeneinander. Hier gilt das Motto „Koexistenz“; alle drei Religionsgemeinschaften respektieren sich und noch nie kam es zu ernsthaften Konflikten. Dies ist ein starkes Symbol für den interreligiösen Dialog.

Im Koran, dem heiligen 📖 der Muslime, wird genauso viel mit in den ersten Abschnitten erklärt — Muslime, Juden und Christen sind auf eine Weise miteinander verbunden. Es wird sogar darauf hingewiesen: Dass alle die guten Willens sind den Zugang zum Paradies finden können. Eine oft gehörte Mythen ist — eine Muslima könne nur einen Muslim heiraten. Falsch! Der Koran lässt auch Ehen mit Juden oder Christen zu. Die Gleichwertigkeit aller drei monotheistischen Glaubensrichtungen wird damit unterstrichen. Jesus und Moses werden als Propheten geachtet; der Glaube an denselben Gott ist ein zentraler Punkt.

Gleichzeitig wird ein hoher moralischer Standard für den Umgang mit Andersgläubigen gefordert. Die Frage — warum Mekka für Nicht-Muslime gesperrt ist — wurde in verschiedenen Foren erörtert. Allerdings bleibt sie meist unbeantwortet. Der Grund hierfür kann wohl nicht anders gedeutet werden als die tief verwurzelten religiösen Vorschriften. Man könnte sagen, dass Makka durch die strikten Sitten und Gesetze eine Art geschützter Raum bleibt, in dem Glauben ungestört ausgeübt werden kann.

Ein Beispiel aus dem Leben: Auf dem Jakobsweg begegnete ich Muslimen die mit ihren katholischen Partnern zusammen pilgerten. Eine Verbindung – die in die entgegengesetzte Richtung schwer vorstellbar war. Auf eine Art und Weise bringt dies die Fragen von Toleranz und Akzeptanz auf den Tisch. Ein Besuch in Mekka als Nicht-Muslim könnte deshalb weiterhin als nur ein kulturelles Interesse beinhalten. Es könnte auch als Brücke für Verständnis und Respekt dienen, wenn man die Regeln beachtet und respektiert.

Zusammenfassend bleibt zu sagen — der Zugang nach Mekka ist eine heilige Angelegenheit die mit einem hohen Maß an Verantwortung einhergeht. Jeder ´ der an einen Besuch denkt ` sollte die Gegebenheiten bedenken. Religiöser Respekt » im Einklang mit den dort geltenden Gesetzen « ist unerlässlich. Mekka — ein Ort von tiefer religiöser Bedeutung und kulturellem Erbe — bleibt dadurch für viele eine unerreichbare trotzdem faszinierende Entität.






Anzeige