Verstand beobachtet sich selbst
Der Verstand bzw․ das Bewusstsein stellt ein faszinierendes Phänomen dar. In dem Moment wenn wir versuchen unsere eigenen 💭 zu beobachten, zeigt sich ein Problem. Nehmen wir als Beispiel einen Tagtraum. Man sitzt im Zug und denkt an das – was noch zu erledigen ist. Plötzlich kommt der Gedanke auf – „Beobachte diesen Tagtraum“ – und dieser Gedanke verschwindet sofort. Ein faszinierendes Dilemma, nicht wahr? Der Gedanke ist eine flüchtige Erscheinung. Wie kann der Gedanke, den Denkprozess zu beobachten, aus dem Verstand heraus resultieren? Ist das echt möglich? Die Antwort ist weniger klar als man zunächst annimmt.
Die Herausforderung – Gedanken gleichzeitig zu denken und zu beobachten – macht das Thema komplex. Das geschieht automatisiert. Es wirkt wie ein unlösbarer Kreislauf. Je weiterhin wir darüber nachdenken desto verwirrter fühlen wir uns. Doch diese Verwirrung ist nicht neu. Tatsächlich gibt es eine Grundannahme über die menschliche Wahrnehmung. Es ist nahezu unmöglich gegenwärtige Gedanken zu beobachten. Wir können lediglich vergangene Gedanken reflektieren. Man könnte sagen, dass wir Erinnerungen über unsere Gedanken haben – nicht die Gedanken selbst. Während eines Traums – einer sehr tiefen Erfahrung – ist es ähnelt unmöglich den Traum als solchen zu erkennen während wir träumen. Erst danach, beim Aufwachen, realisieren wir: „Das war mein Traum!“.
Die Trennung zwischen dem der denkt und dem der beobachtet könnte eine Lösung anbieten. Während unseres Denkprozesses sind die Gedanken lebendig und authentisch. Sie erscheinen real und sind in dem Moment ´ in dem sie gedacht werden ` untrennbar mit unserem Ich verbunden. Es gibt jedoch Menschen – etwa 1% der Bevölkerung – die in der Lage sind, während des Denkens zu beobachten. Sie leben quasi in zwei Welten; der Beobachter und der Denkende sind klar zu unterscheiden. In diesem Zustand wird eine Art innerer Frieden erlebbar. Der Beobachter erkennt ´ dass er nicht die Gedanken selbst ` allerdings unabhängig davon existiert.
Ein 🔑 zur Selbstreflexion eröffnet sich, wenn man regelmäßig versucht die Gedanken als Teil der Vergangenheit zu betrachten. Durch eine ständige Übung könnte es eines Tages gelingen die Gedanken während des Denkens zu beobachten. Dies könnte eine tiefgreifende Transformation im eigenen Bewusstsein bewirken. Insights über eigene Emotionen und ebenfalls Interessen könnten ans Licht treten. Bei dieser Entdeckungsreise ist es entscheidend, sich selbst ehrlich zu reflektieren – etwa indem man typische Denkfehler aufspürt oder seine eigenen Lebensillusionen durchschaut.
Ein sehr empfehlenswertes 📖 in diesem Zusammenhang ist „Sie wollen keinen Erfolg – Sie wollen glücklich sein“. Es beinhaltet wertvolle Erkenntnisse darüber wer wir wirklich sind und wie stark wir in den Illusionen des Lebens gefangen sind. So könnte es sein: Dass der innere Frieden den wir suchen, im Verständnis unserer eigenen Denkprozesse und in der ständigen Reflexion darüber verloren gegangen ist.
Eine der entscheidenden Lösungen liegt darin gewinnbringende Gedankenemotive zu finden. Es kann helfen, sich mit ethischen und philosophischen Fragen die uns tief berühren, auseinanderzusetzen. Solche Bereiche bieten Raum zum Nachdenken und verhindern eine Art Gedankenleerlauf. Der Verstand wird so zu einem Ort des kreativen Schaffens und nicht zu einer Quelle innerer Unruhe. Letztlich ist es der Weg zur Selbstbeobachtung der möglicherweise tiefere Glücksmomente in unser Leben bringt.