Die Facetten eines Praktikums in der Apotheke – Ein Blick hinter die Kulissen

Was erwartet Praktikanten in einer Apotheke und wie unterscheiden sich die Erfahrungen von denen im Krankenhaus?

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Das Praktikum in einer Apotheke – ein Abenteuer oder schlichte Routine? Viele angehende Pharmazeuten stellen sich diese Frage. Die Sorge vor Langeweile ist nicht unbegründet. Doch der wahre Alltag in einer Apotheke gestaltet sich oft interessanter als gedacht. Licht ins Dunkel bringt das bevorstehende Praktikum.

Im Apothekenalltag gilt: Praktikanten dürfen hier keine Tabletten verkaufen. Nur pharmazeutisches Fachpersonal hat die Erlaubnis diesen wichtigen Schritt zu übernehmen. Stattdessen können Praktikanten unter Anleitung kleinere Aufgaben erledigen. Das umfasst das Wegräumen von Präsenten oder das Abfüllen von Tees. Einsatz und Engagement sind gefragt. Über die Zeit kann man bei der Herstellung von Hustensirup mithelfen. Sucht man nach Herausforderungen – wird es sich lohnen. Das Tagesgeschäft ist vielfältig.

Ein Erfahrungsbericht des letzten Praktikumstags zeigt die Realität. Zu Beginn stehen oft weniger ansprechende Aufgaben an. Putzen und Regale aufräumen sind der Einstieg. Diese Aufgaben sind nicht ohne Grund wichtig. Gut gemeisterte Herausforderungen führen schnell zu anspruchsvolleren Aufgaben. Tee und Medizin mischen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Botendienste sind Teil des Dienstleistungen. Sie erweitern den Horizont des Praktikanten. Bei der Übernahme und dem Einscannen von Waren zeigt sich die Verantwortung. Zudem wird das Sortieren von Medikamenten zur Routine.

Ein Stimmenwechsel kommend von der Fachseite. Eine Krankenschwester empfiehlt den Wechsel ins Krankenhaus. Der Grund? Abwechslungsreiche Tätigkeiten. Ware griffbereit, Pflege der Patienten – das klingt nach einem Traumberuf. Back to the pharmacy – das klingt nach Desillusionierung nach der ersten Aufgabenbeschreibung. Doch bleibt es dabei?

Die Realität in einer Apotheke bietet nämlich Möglichkeiten die der Krankenhausalltag nicht bereitstellt. Unter Anleitung wird mit Literatur gearbeitet. Dicke Bücher über Medikamente und Krankheiten geben wertvolle Einblicke. Vor allem das Präparieren von Mullbinden oder das Stopfen von Tuben sind Fähigkeiten die nicht unterschätzt werden sollten. Eingehen auf spezielle Wünsche der Kunden erweitert zusätzlich das praktische Wissen – das ist der echte Service.

Womöglich stellt man sich ebenfalls die Frage – was sind denn jetzt die Vorteile eines Praktikums in einer Apotheke? Die Arbeit in der Apotheke bietet eine besonders ruhige Umgebung. Man tritt in direkten Kontakt mit Kunden fördert Kommunikationsfähigkeiten und setzt theoretisches Wissen praktisch um. Critical Thinking und Problemlösungsfähigkeiten? Auch die werden hier gefördert.

Zusammenfassend bleibt zu sagen – Langeweile wird in einer Apotheke zur Seltenheit. Praktikanten haben Einblicke in Prozesse die essenziell für die Gesundheitsversorgung sind. Es lehrt hier nicht nur Fachwissen – allerdings auch persönliche Fähigkeiten. Der Einstieg ins Berufsleben kann, egal ob in der Apotheke oder im Krankenhaus, unumstößlich spannend sein. Die Wahl zwischen Hospital und Apotheke wird letztendlich zur individuellen Entscheidung des Praktikanten.






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