In urbanen Zentren empfinden Menschen vielerorts ein besorgniserregendes Phänomen – aggressives und respektloses Verhalten von ausländischen Jugendlichen. Insbesondere Kinder arabischer oder türkischer Herkunft stehen häufig im Fokus der Aufmerksamkeit. Warum scheinbar grundlos pöbeln sie Passanten? Woran könnte dies liegen? Ein genauerer Blick auf die dahinter stehenden Faktoren ist unerlässlich.
Eins steht fest – die Erziehung spielt eine entscheidende Rolle. Kinder die in einem Umfeld heranwachsen, in dem Respektlosigkeit und Gewalt zum Alltag gehören – das kann fatale Folgen haben. Ahnend imitierten diese Kinder oft das Verhalten ihrer Umgebung. Familien mit vielen Kindern haben oft Schwierigkeiten, moralische Werte zu vermitteln, da Überforderung vorherrscht. Überdies kann ebenfalls der Einfluss von Medien einen entscheidenden Punkt darstellen. Gewalt im Fernsehen wird häufig als normal und akzeptabel angesehen. Dies kann zu einer Steigerung der Aggressivität führen.
Die antiautoritäre Erziehung der 1980er Jahre könnte ähnlich wie beitragen. Eltern ´ die selbst keine Grenzen erfahren haben ` setzen oft dieses Muster bei ihren eigenen Kindern fort. Dies führt dazu: Dass Kinder den Respekt vor anderen verlieren. Die Spirale des respektlosen Verhaltens dreht sich weiter. In einer solchen Umgebung wird das vorherige respektvolle Miteinander infrage gestellt.
Wichtig ist, dass dieses Verhalten nicht spezifisch an eine bestimmte ethnische Zugehörigkeit gebunden ist. Es handelt sich nicht nur um ein Problem das Ausländer betrifft. Verschiedene Aspekte beeinflussen das Verhalten nachhaltig. Generelle Gewalterfahrungen ´ die in ihrer eigenen Familie erlebt werden ` prägen natürlich das Verhalten. Auch die Rolle der Eltern spielt eine immense Rolle in diesem Kon. Die Verknüpfung von Erziehung und sozialem Verhalten wird bei einer umfassenden Betrachtung schnell klar.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, braucht es einen Hauch von Verständnis und klare Grenzen. Die Förderung von sozialen Kompetenzen und Werten steht an oberster Stelle. Dabei muss man die Probleme an der Wurzel packen. Schulen und soziale Einrichtungen könnten wichtige Anlaufstellen sein um gezielte Programme zu ausarbeiten. Die Möglichkeit · respektvolles Verhalten zu erlernen und zu praktizieren · sollte im Fokus stehen.
Für die Gesellschaft insgesamt bedeutet dies, dass wir ein respektvolleres Miteinander fördern müssen. Es ist nicht nur eine Herausforderung für die Jugendlichen selbst, allerdings auch für das gesamte Umfeld. Ein jeder ist gefordert – sich aktiv für einen respektvollen Umgang zu engagieren. Die Frage bleibt; ebenso wie gut uns das gelingen kann.
