Bücher sind so unterschiedlich wie ihre Autoren. Manche Geschichten entfalten sich kurz gefasst—andere benötigen Seelenleben und Gedanken💭 die sich über Seiten erstrecken. In der Welt der Literatur ist die Frage nach der nötigen Wortanzahl untrennbar verbunden mit Genre und Zielgruppe.
Um es klarzustellen, es gibt nicht „das eine“ Buch. Bestimmte Bestseller wie „Twilight“ bieten uns einen faszinierenden Einblick. 90․000 Wörter? Eine schlüssige Schätzung. 800 Seiten? Diese Daten erscheinen jedoch unpassend, denn zumeist erwarten Leser weiterhin als nur 90․000 Wörter auf so vielen Seiten. Ein verdicktes Buch📖 würde unweigerlich eine größere Zahl an Wörtern erfordern.
Schaut man auf den Durchschnitt, ergibt sich ein vielschichtiges Bild. Kurzgeschichten—öfter als man denkt—bewegen sich lediglich um 500 Wörter. Im Kontrast dazu stehen umfangreiche Romane deren Wortanzahl mehrere zehntausend erreichen kann. Die Vielfalt in der Wortanzahl hängt stark von der Erzählweise ab und von den Vorlieben der Leserschaft.
Nehmen wir an, ein Buch hat 300 Seiten. Grob geschätzt und basierend auf der Annahme von 300 Wörtern pro Seite würde es rund 90․000 Wörter generieren können. 33․378 Wörter—so viel hatte ein anderer Schriftsteller für seine eigene literarische Kreation verwendet. Diese Zahl verdeutlicht erneut – ebenso wie flexibel die Struktur der Buchlängen ist. So gesehen könnte ein Roman mit deutlich weniger Worten ähnelt packend wenn nicht sogar fesselnder sein als eines der dicken Wälzer.
Die Kernaussage bleibt—eine starre Regel für die Anzahl an Wörtern existiert nicht. Die Freiheit der Autoren sollte nicht eingeschränkt werden, sowie wenig wie das Lesevergnügen der Leser:innen. Die ursprüngliche Absicht der Geschichte, ganz genauso viel mit ob sie aus 90․000 oder 33․378 Wörtern besteht, muss stets im Vordergrund stehen. Die Qualität des Erlebten überwiegt die bloße Quantität.
Das Lesevergnügen ist dadurch nicht nur von den Worten abhängig, allerdings von der Fähigkeit des Autors die Zuschauer in seine Welt zu entführen. Alles in allem ist der Fluss der Erzählung und das Beschreiten der Gedankenlandschaften das was Leser:innen tatsächlich verlangt.
