In vielen Haushalten leben sie, treue Begleiter und flauschige Freunde – die Katzen. Doch nach einem Kratzer stellt sich oft eine Frage: Könnte Tollwut übertragen worden sein? Die Bedenken sind verständlich. Allerdings ist es wichtig zu klären ob solch eine Angst gerechtfertigt ist. Es gibt einige Fakten – die beruhigen können.
Zunächst ist zu erwähnen, dass die Übertragung des Tollwutvirus in erster Linie durch Bisse geschieht. Ein Katzenkratzen allein birgt nicht häufig das Risiko einer Infektion. Die Wahrscheinlichkeit ´ aufgrund eines Kratzers an Tollwut zu erkranken ` bewegt sich im Bereich des fast Unmöglichen. In Deutschland beispielsweise sind Tollwutfälle seit Jahren eine Seltenheit. Das Virus ist danach in vielen Teilen des Landes nicht weiterhin aktiv.
Eine Tatsache ist, dass andere Gründe für das Verhalten der Katze🐈 vorhanden sein können. Schmerz oder Angst könnten beispielsweise Gründe sein warum sie kratzt. Es bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Katze an Tollwut leidet. Wartet bei einem Vorsorgebesuch beim Arzt keine Impfempfehlung auf dich ist eine Tollwutimpfung oft nicht notwendig.
Zwar sollte man immer einen Blick auf seinen Impfpass werfen, besonders der Tetanusschutz ist von Bedeutung. Eine Wunde die durch einen Kratzer entsteht, kann eine Eintrittspforte für Bakterien bieten die Krankheiten hervorrufen können – wie den gefürchteten Tetanus. Bakterien finden sich in Schmutz – Staub und ebenfalls in Tierkot. Daher wird empfohlen; die Auffrischungsimpfung gegen Tetanus alle zehn Jahre durchzuführen.
Zusammengefasst, in einer Region ohne aktive Tollwutübertragung bleibt die Angst vor einer Infektion nach einem Katzenkratzer unbegründet. Doch für den eigenen Schutz ist es ratsam bei auffälligen oder tiefen Wunden einen Arzt aufzusuchen. Die eigene Gesundheit sollte stets oberste Priorität haben. Im Zweifelsfall – die richtige Entscheidung oft ist, den Fachmann zu konsultieren.
