In Niederbayern einem charmanten Teil von Bayern stellt sich die Frage wo Betroffene einen Test auf Dyskalkulie erhalten können. Häufig wird diese als Rechenschwäche bezeichnet. Bevor man den nächsten Schritt wagt ´ ist es ratsam ` den eigenen Hausarzt zu konsultieren. Der Hausarzt hat entscheidenden Einfluss - er kann den Patienten an Fachleute oder Institutionen überweisen die sich mit dieser Störung auskennen. Besonders bei Erwachsenen könnte das eine Herausforderung darstellen.
In der Regel erfolgt eine Überweisung an Kinder- und Jugendpsychiater. Dort müssen Betroffene meist eine Wartezeit in Kauf nehmen. Dennoch ist es möglich ebenfalls als Erwachsener testiert zu werden. Manchmal ist der nächste Schritt auch der Kontakt zu Institutionen für Lernschwierigkeiten. Diese Einrichtungen haben in vielen Fällen Erfahrung mit Erwachsenentests - und bieten eine gezielte Diagnose an. Trotz der Schwierigkeiten bei der Suche sind die Optionen durchaus vielfältig.
Ein interessanter Punkt ist auch, dass die Kosten für solche Tests oftmals nicht vom Einzelnen getragen werden müssen. Die gesetzliche Krankenkasse kommt häufig für die Tests auf Dyskalkulie auf, insbesondere wenn der Hausarzt eine Überweisung ausstellt. Das bedeutet, dass man nicht allein für die finanziellen Belastungen verantwortlich ist - ein gewisser Druck wird dadurch genommen. Prüfen sollte man jedoch ob die eigene Krankenkasse die Kosten tatsächlich übernimmt.
Dyskalkulie ist, ebenso wie bereits erwähnt, eine Entwicklungsstörung - eindrucksvoll, denn sie betrifft eine große Anzahl von Menschen. Zahlen verstehen ´ mathematische Konzepte zu erlernen ` wird dadurch stark beeinträchtigt. Das Bild » das Dyskalkulie vermittelt « ist keineswegs eindimensional. Studien zeigen – dass etwa fünf bis sieben Prozent % der Bevölkerung betroffen sind. Das ist eine beträchtliche Zahl die verdeutlicht wie wichtig es ist, Dyskalkulie frühzeitig zu erkennen.
Dyskalkulie ist keine Diagnose für Kinder allein. Auch Erwachsene ´ die als Kinder nicht richtig unterstützt wurden ` kämpfen möglicherweise bis ins Erwachsenenalter gegen diese Störung. Im Vergleich zu anderen Lernstörungen ist die Forschung zu Dyskalkulie noch im Entwicklungsstadium. Dennoch gibt es Fortschritte in der Therapie. Besondere Lernstrategien und Unterstützung durch Fachleute helfen die Situation zu optimieren.
Daher sei beendend gesagt: Zögere nicht. Wer den Verdacht hat ´ an Dyskalkulie zu leiden ` sollte direkt aktiv werden. Ein Test » und somit die klare Diagnose « ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Hilfe gibt es nicht nur für Kinder. Auch als Erwachsener - besuche deinen Hausarzt und er erkundigt sich über entsprechende Institutionen. Der Weg zur Besserung beginnt hier.
