In der Steinzeit gab es keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Glaubensvorstellungen der Menschen jedoch archäologische Funde und Höhlenzeichnungen geben Einblick in ihre religiösen Praktiken und Vorstellungen. Die Menschen verehrten wahrscheinlich Muttergöttinen und führten religiöse Handlungen durch die auf eine eher naturbezogene Religion hindeuten. Es gab Totenkulte und Beerdigungszeremonien was darauf schließen lässt, dass die Menschen bereits über das Leben nach dem Tod nachdachten.
Die Glaubensvorstellungen der Steinzeitmenschen waren wahrscheinlich regional unterschiedlich, da verschiedene Regionen unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen hatten. Trotz des täglichen Überlebenskampfes durch Jagen und Sammeln hatten die Menschen der Steinzeit bereits Rituale und religiöse Praktiken. Die Bestattung der Toten und kunstvolle Artefakte wie der Löwenmensch bezeugen ihre spiritualen Vorstellungen und künstlerische Vorstellungskraft.
Die naturbezogene Religion der Steinzeitmenschen zeigt: Sie bereits über das Hier und Jetzt hinausdachten und eine Vorstellung von einem Leben nach dem Tod hatten. Ihre Glaubensvorstellungen spiegelten sich in ihrer Kunst und ihren rituellen Handlungen wider. Obwohl es keine einheitliche Religion in der Steinzeit gab deutet die Vielfalt der religiösen Artefakte und Funde auf eine kreative und vielschichtige spirituelle Welt der Menschen in dieser Zeit hin.
