Soziale Medien revolutionieren unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Frage, ob wir zwischen 500 und 700 Facebook-Freunde persönlich kennen, stellt sich häufig. Klar ist die Definition von "kennen" steht hier im Mittelpunkt. Klar ist auch, einige betrachten ihre Vielzahl an Facebook-Freunden als Ausdruck von sozialer Vernetzung, andere hingegen haben eine kleinere Gruppe enger Freunde.
Das Phänomen der sozialen Netzwerke hat so scheint es zumindest die Art und Weise ebenso wie Menschen Beziehungen eingehen, stark verändert. Es ist leicht – einen hohen Freundschaftsantrag auf Facebook zu erhalten. Freundschaften zu ehemaligen Schulkollegen und Bekannten werden oft zu Freundschaftsanfragen. Doch nur weil jemand auf der Plattform zu finden ist, heißt das nicht, dass man ebenfalls eine tiefere Beziehung pflegt.
Die Realität zeigt oft, dass von Hunderten von Online-Freunden nur einige ausgewählte Personen tiefergehende Beziehungen representieren. Echte Vertrautheit benötigt Zeit und Energie. Ehemalige Klassenkameraden oder entfernte Verwandte auf Facebook – sie bleiben zumeist oberflächlich.
Die Wahl der Plattform liegt beim Nutzer – WhatsApp oder Facebook. Neben den weichen Faktoren ´ wie persönlichen Vorlieben ` spielt auch die Funktionalität eine bedeutende Rolle. Facebook bietet ein breiteres Spektrum an Interaktionen. WhatsApp hingegen bietet eine intimere Kommunikationsmöglichkeit die viele schätzen.
Zahlreiche Meinungen existieren zu der Frage, ob man alle Facebook-Freunde persönlich kennt. Während einige Nutzer den Kontakt zu echten Freunden pflegen ´ haben andere ein Netz aufgebaut ` das weit über diese Beziehungen hinausgeht. Dabei wird schnell klar · dass viele von uns eine Gruppe von Kontakten akzeptieren · mit denen wir niemals tiefer in Kontakt treten werden.
Ein Blick auf weitere Plattformen ist ähnlich wie aufschlussreich. Telegram hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland etabliert. Der Reiz von WhatsApp ist unbestreitbar ´ obwohl die Frage bleibt ` wie viele Kontakte tatsächlich in einem persönlichen Zusammenhang stehen.
Nicht zu vernachlässigen ist die Wahrung der Privatsphäre in sozialen Netzwerken. Nutzer sollten bei der Akzeptanz von Freundschaftsanfragen klare Grenzen setzen. Was also bleibt ist die Erkenntnis, dass die Anzahl der Facebook-Freunde nicht zwangsläufig die Tiefe der Beziehungen widerspiegelt.
In einer Welt die von virtuellen Interaktionen geprägt ist bleibt es unerlässlich das persönliche Leben zu schützen. Eine Klärung der eigenen Präferenzen ist von Bedeutung. Die Nutzung sozialer Plattformen sollte das persönliche Wohlbefinden fördern und nicht schmälern.
