Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer ein tiefer Einschnitt in das eigene Leben. „Wie lange dauert es eigentlich, bis man wieder bereit ist für eine Partnerschaft?“ Diese Frage beschäftigt viele Trauernde. Die individuelle Trauer ist kein linearer Prozess. Es gibt statische Zeitrahmen – ebenso wie etwa ein Trauerjahr freilich sind diese nicht für jeden Menschen passend.
Nachdem der Partner gestorben ist, benötigen Menschen unterschiedlich viel Zeit um zu trauern. Einige finden schneller einen Weg zurück ins Leben während andere länger brauchen. Trauer zu empfinden – das ist normal. Man findet in der Gesellschaft oft Ratschläge die besagen, dass man nach einem halben Jahr wieder „funktionieren“ sollte. Das ist jedoch wenig hilfreich. Jeder hat eigene emotionale Bedürfnisse.
Die Trauer um einen geliebten Menschen ist ein persönlicher Prozess. Dieser verläuft in verschiedenen Phasen. Mancher Mensch könnte nach wenigen Monaten bereit sein ´ wieder eine Beziehung einzugehen ` während es für andere Jahre dauern kann. Soziale Normen beeinflussen die Wahrnehmung. Man sollte sich allerdings nicht durch diese beeinflussen lassen. Der innere Heilungsprozess ist entscheidend.
Ein interessantes Beispiel aus dem Leben zeigt – der Opa der nach 20 Jahren noch an seine verstorbene Frau denkt. Dies verdeutlicht – dass Trauer und der Wunsch nach einer neuen Partnerschaft nicht für jeden genauso viel mit sind. Trauer kann tief verwurzelt sein und in viele Gesichter erscheinen.
Essenziell bleibt den neuen Partner nicht mit dem verstorbenen Partner zu vergleichen. Unterschiede zwischen Personen und ihren Beziehungen sind gegeben. Eine neue Liebe benötigt seinen eigenen Raum. Zu oft wird als einer der größten Fehler betrachtet, den neuen Partner aus Einsamkeit oder der Angst vor der Akzeptanz nicht genug zu schätzen.
Die Verzweiflung die Trauer und die Sehnsucht nach Nähe sind starke Emotionen. Manchmal ist es schwer – sich von der Vergangenheit zu lösen. Der erste Schritt besteht darin, sich selbst kennenzulernen – neue Interessen zu entdecken und mit den eigenen Emotionen im Reinen zu sein.
Wie viele Menschen im Prozess der Trauer vorgehen, bleibt jedem selbst überlassen. Diese individuelle Zeitspanne ist nicht nur natürlich sie ist ebenfalls essenziell. Der Weg zur Liebe nach einem Verlust ist oft steinig und voller Hürden. Respekt ist wichtig – sowie für sich selbst als auch für die Zuneigung die man zukünftig empfinden könnte.
All das zeigt: Es gibt keinen Sexismus der Zeit. Aber was zählt ´ ist die Fähigkeit ` sich selbst zu akzeptieren und den eigenen Weg zu gehen. Der Prozess erfordert Geduld und liebevolle Selbstfürsorge. Die Bereitschaft für eine neue Partnerschaft die kommt nicht einfach über Nacht. Es wird Zeit brauchen. Und das ist vollkommen in Ordnung.
