Primäres und sekundäres Wachstum der Sprossachse

Was sind die entscheidenden Unterschiede zwischen primärem und sekundärem Wachstum bei der Sprossachse und wie beeinflussen sie ein- und zwei-keimige Pflanzen?

Uhr

Das Wachstum von Pflanzen ist beeindruckend. Die Sprossachse zeigt dabei vielfältige Prozesse und Mechanismen. Der Hauptfokus liegt auf dem primären und sekundären Wachstum. Diese Unterschiede sind entscheidend. Beide Wachstumstypen sind für die morphologische Entwicklung der Sprossachse essentiell und sie beeinflussen ebenfalls das Überleben der Pflanzen.


Primäres Wachstum, das bezieht sich auf die Länge der Sprossachse. Es findet an den apikalen Meristemen ´ den Sprossspitzen ` statt und führt zur Bildung von primärem Xylem und auch Phloem. Diese Gewebe transportieren Wasser – Nährstoffe und Assimilate innerhalb der Pflanze. Das primäre Wachstum ist wichtig für die Initialentwicklung. Interessant ist hierbei: Dass primäre Sprossachsen keine Markstrahlen oder Korkkambium enthalten was sie von sekundär wachsenden Pflanzen unterscheidet.


Im Gegensatz dazu steht das sekundäre Wachstum. Dieses Wachstum findet in der Dicke statt. Es entwickelt sich aus dem lateralen Meristem ´ dem Kambium ` das sich zwischen den Geweben des primären Xylem und Phloem befindet. Das Kambium ist aktiv und produziert sekundäres Xylem nach innen und sekundäres Phloem nach außen. Dieses System sorgt für das Dickenwachstum und die Stabilität der Sprossachse. Damit werden auch größere Pflanzenteile strukturell verstärkt und leistungsfähiger.


Zur Unterscheidung zwischen den ein-keimigen (Monokotyledonen) und zwei-keimigen Pflanzen (Dicotyledonen) ist zu sagen die Monokotyledonen zeigen meist kein sekundäres Dickenwachstum. Das bedeutet – ihre Stämme und Wurzeln wachsen nicht im Umfang. Bei den Dicotyledonen hingegen ist das sekundäre Wachstum ausgeprägt. Dies führt zu dickeren und stabileren Stämmen. Es ist faszinierend zu sehen – ebenso wie evolutionäre Anpassungen Einfluss auf das Wachstum haben.


Kambium und Korkkambium spielen zentrale Rollen. Das Kambium ist verantwortlich für die Bildung des sekundären Xylems sowie Phloems. Dies geschieht in Zyklen und trägt zur Holzbildung bei. Markstrahlen hingegen sind für den seitlichen Transport von Wasser und Nährstoffen verantwortlich. Diese Strukturen sind also nicht nur statisch, allerdings dynamisch und anpassungsfähig; sie reagieren auf Umwelteinflüsse.


Das Korkkambium ist ein besonders spannendes Gewebe. Es bildet die äußere Schicht die den Kork umfasst. Diese Schicht schützt die Pflanze vor Erkrankungen und äußeren Einflüssen. In trockenen oder extremen Klimazonen ist dies überlebenswichtig. Das Korkgewebe sorgt dafür: Dass Wasserverluste minimiert werden. Dies zeigt eindrucksvoll – wie Pflanzen trotz extremer Bedingungen überleben können.


Nachdem alle diese Aspekte betrachtet wurden, lässt sich festhalten, dass das primäre und sekundäre Wachstum sowie die beteiligten Gewebe entscheidend für das Überleben von Pflanzen sind. Die Evolution hat verschiedene Strategien hervorgebracht die in unterschiedlichen Pflanzenarten zu sehen sind. Letztlich ist das Wachstum der Sprossachse weiterhin als nur ein physikalischer Vorgang; es ist ein komplexes Zusammenspiel von genetischen, biochemischen und umweltbedingten Faktoren.







Anzeige