Herkunft des Namens der Goldenen Himbeere

Wie entstand der Name der Goldenen Himbeere und welche Bedeutung hat er für die Filmindustrie?

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Die Goldene Himbeere, bekannt als Razzie Award ist ein Preis der ganz im Zeichen der filmischen Misserfolge steht. Jährlich werden mit ihr die schlechtesten Leistungen im Kino ausgezeichnet. Die Frage, warum dieser Negativpreis den Namen einer süßen Frucht trägt, führt uns tief in die Welt des Cockney rhyming slang. Diese Sprachregelung stammt aus London. Sie setzt sich häufig aus Reimwörtern zusammen. "Raspberry" ist hier der Schlüsselbegriff. Die Kurzform verweist auf die Phrase "raspberry tart" was wörtlich "Himbeertorte" bedeutet. Überraschend jedoch wahr – es wird durch die Reimstruktur ein ganz anderer, oft umgangssprachlicher Inhalt übermittelt. "Furz" ist das Zauberwort. Das Zischen oder Geräusch, welches wir mit einem "Furz" assoziieren, findet sich ebenfalls in der britischen Umgangssprache.

Diese besondere Farbkombination aus Humor und Cleverness bringt uns zur Frage: Warum nicht stattdessen Blumenkohl oder Brokkoli? Diese Überlegung könnte an sich faszinierend sein. Gleichwohl bleibt die Namensgebung der Goldenen Himbeere in der kulturellen Gewohnheit des Cockney verwurzelt. Sie ist humorvoll und zugleich provokant. Dieses wenig zu erwartende Element steigert die Neugier auf die Auszeichnung.

In der Geschichte nimmt die Goldene Himbeere seit ihrer ersten Verleihung im Jahre 1981 eine zentrale Rolle ein. Als Institution hat sie sich in der Filmindustrie etabliert. Einheitlich werden Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Die Bereiche bestehen aus "Schlechtester Film", "Schlechteste Schauspielerin" und sogar "Schlechtester Regisseur". Am Vorabend der Oscar-Verleihung versammeln sich die Stars. Da die Goldene Himbeere oft als unterhaltsame und komödiantische Gegenveranstaltung wahrgenommen wird, bringt sie die Akteure in eine besondere Position.

Es bleibt faszinierend ebenso wie die Goldene Himbeere nicht nur einen Preis darstellt. Sie zeigt auch – wie Sprache und Kultur miteinander verwoben sind. Der Ursprung des Namens erscheint auf den ersten Blick skurril. Dennoch ist er im Konder Filmindustrie sehr passend. Dieser Negativpreis, sprich die jährliche Auszeichnung für die schlechtesten Leistungen im Film, verleiht der Goldenen Himbeere ihre Attraktivität und kurvenreiche Geschichte. Jeder Preis mag leichtfertig wirken – doch die Bezeichnung und ihr Hintergrund verleihen ihr eine interessante, ja fast charmante Note.






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